10 Regeln für die Kommunikation in Sozialen Medien
Roland Panter | Samstag, Februar 7th, 2009 | No Comments »Die Kommunikation in Sozialen Medien funktioniert etwas anders, als man es aus klassischen Medien kennt. Zeitungen, Fernsehen und Radio funktionieren im Wesentlichen über den Informationstransfer in eine Richtung. In die des Lesers, Betrachters oder Zuhörers. Eine Informationseinbahnstraße, wenn man von Leserbriefen, Telefon-Jokern, Straßenumfragen und öffentlichem Tumult absieht. Reaktionen werden erst verzögert sichtbar.
Berichte in Sozialen Medien sind ebenfalls öffentlich. Und sie sind sofort Reaktionen ausgesetzt. Über Kommentarfunktionen kann unmittelbar eine sichtbare Lesermeinung zu einem Artikel abgebildet werden – Pro und Kontra. Treffen viele widersprüchliche Lesermeinungen zusammen, entstehen schnell dynamische Strukturen, die diese Inhalte im Internet verbreiten. So, wie die Ringe eines Tropfens, der ins Wasser fällt. Und das in Echtzeit. Wie auch in realen sozialen Systemen ist die Verbreitung dann kaum noch zu beeinflussen. Stille-Post-Effekte inklusive. Das kann gewünscht sein, aber auch nicht. Planen Sie es ein.
Grundsätzlich bestehen große Chancen bei der Informationsverbreitung über Soziale Medien. Die sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Aber man muss die Verwendung gut planen, eine hohe Medienkompetenz besitzen. Dann erreicht man die gewünschten Multiplikatoren und Effekte.
Für den Gang an die Öffentlichkeit über Soziale Medien haben wir 10 einfache Tipps für Sie zusammengefasst:
- Ihre Informationen sollten authentisch und hinterfragbar sein.
- Ihre Informationen sollten der Wahrheit entsprechen.
- Ihre Botschaften sollten tatsächlich Informationswert besitzen, und nicht nur aus Marketingphrasen bestehen.
- Vor der Veröffentlichung sollten Sie kritisch mögliche Reaktionen abwägen und darauf vorbereitet sein.
- Überlegen Sie sich gut, an welcher Stelle Sie Ihre Botschaft platzieren (Welches Netzwerk oder eigener Blog)
- Planen Sie den Zeitpunkt der Veröffentlichung, denn schlechtes Timing killt mögliche Effekte.
- Lassen Sie sich nicht in unzuträgliche öffentliche Diskussionen verwickeln. Vermeiden Sie unbedingt erhitzte Diskussionen über Forenbeiträge oder Kommentare.
- Reagieren Sie schnell, aber präzise und besonnen.
- Sagen Sie das Notwendige, statt zu schweigen.
- Lassen Sie sich bei allen sensiblen Nachrichten vorher von Social-Media-Profis beraten. Klassische Werbe- und PR-Agenturen haben meist nur unzureichende Erfahrungen in diesem Bereich.