Arbeitsgemeinschaft Social Media

Seit Mai 2008 existiert der Verein „Arbeitsgemeinschaft Social Media“ (AGSM). Der Verein verfolgt mehrere ehrgeizige Ziele: Sie wird sich an der Erforschung des Web 2.0 beteiligen sowie an der Entwicklung von Meßstandards mitwirken, die den Mechanismen des Web 2.0 gerecht werden sollen. Eine internationale Standardisierung und Kooperation auf dem Gebiet der Social Media-Forschung wird angestrebt Zugleich zählt der Verein die Interessensvertretung und Lobbyarbeit, etwa für Blogger sowie andere Social Media-Produzenten und -Betreiber, zu seinen Aufgaben.

Als Social Media definiert die AGSM laut Satzung dabei interaktive Anwendungen wie Weblogs, Wikis, Communities, Foren, Social Commerce Plattformen und Mikroblogs, die über Kanäle wie das Internet, mobiles Internet, RSS und Aggregatoren etc. verbreitet werden. „Unser Wunsch ist, dass Online-Publikationen und Social Media die Relevanz bekommen, die ihnen zustehen ‑ etwa in der Politik, im Journalismus, in Verbänden, in Marketing und Werbung“, fasst der AGSM-Vorstandsvorsitzende Jörg Blumtritt, Head of Community Marketing & Research bei Burda Community Network, die Ziele zusammen. Die AG Social Media will dabei keine Konkurrenz zu den bestehenden Branchen-Vereinen und Verbänden wie AGOF oder BVDW aufbauen, sondern deren Arbeit gezielt unterstützen.

Aktuell steht bei der AGSM das Thema „Relevanzmaße für Social Media“ in der Diskussion. Mehr dazu hier in Kürze.

Arbeitsgemeinschaft Social Media

Die Motivation zum Twittern. Ein Einblick.

Gestern hat Klaus Eck, ein lieber Kollege aus München, in seinem Blog etwas über seine Twitter-Strategie veröffentlich. Das möchten wir Ihnen nicht vorenthalten (Link), denn es zeigt die Potenziale des noch jungen Mediums Twitter.

Sie finden in dem Blog-Beitrag viele wertvolle Tipps, wie man seine Präsenz bei Twitter erfolgreich nutzen kann. Natürlich ist das nicht 1-zu-1 auf alle Berufe und Unternehmensformen zu übertragen. Möglichkeiten gibt es jedoch viele.

Potenziale für Ihr Twitter-Engagement, Ideen für den sinnvollen Einsatz von Blogs und auch die Chancen Ihrer Präsenz in Sozialen Netzwerken erläutern wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch (Kontakt).

Von Computern und Menschen

Oder: Was ist Netzwerken eigentlich?

Früher sagte man „Beziehungen schaden nur dem, der keine hat“. Heute ist man deshalb Networker. Das Ziel: möglichst viele nutzbringende Beziehungen aufzubauen, auszubauen und abzubilden. Das ist im Prinzip nichts Neues, denn schon immer versuchte man möglichst viele wertvolle Kontakte zu haben. Neu ist der einfache und unkomplizierte Zugang zu diesen Kontakten.

Los ging es in den Jahren vor dem Jahrtausendwechsel mit ersten Netzwerktreffen. Man ging zum First Tuesday und traf dort auf eine Menge internetaffiner New-Economy-Teilnehmer. Mit dem Untergang der New Economy verschwanden auch die Treffen, die immer noch sehr stark auf dem direkten, persönlichen Kontakt basierten und dezentral über elektronische Medien unterhalten wurden.

Mit den digitalen Netzwerken verändert sich dies Verhalten. Reale Kontakte gibt es dort natürlich auch, aber mehr und mehr werden rein virtuell basierende Kontakte geknüpft. Man lernt sich an einer zentralen Stelle im Netz kennen, verkehrt dort ausschließlich in der Schriftform in Foren oder über private Nachrichten und ist manchmal sehr überrascht, wenn man sich dann persönlich trifft. Eine neue Art des sozialen Umfeldes, das auch längst bei existenziellen Dingen, wie der Partner-„Recherche“ praktiziert und gelebt wird. Nestwärme aus der Internetleitung sozusagen.

Diese Art der Vernetzung nutzt im geschäftlichen Kontaktumfeld identische Vorteile, wie im Privaten. Dazu gehören der Vertrauensvorschuss in den Netzen, dass Gemeinschaftsgefühl und geringe Hemmschwellen bei der Kontaktanbahnung. So kommt es, das geschäftlich und privat längst virtuelle Freundschaften etabliert sind. Damit verbunden ist ein rasend schneller Austausch von Informationen. Sei es von Fachwissen und gegenseitiger Ausbildung oder bei der Verbreitung von Nachrichten.

Hier liegen Chancen für Unternehmen. Denn mit den Netzwerken verschwimmen private und berufliche Interessen. Zugänge werden über offen erkennbare Interessengebiete möglich, von denen man früher nur zufällig erfuhr. Das ist nur ein Aspekt, warum es heute für Unternehmen unerlässlich ist, über die eigenen Mitarbeiter Präsenz in den sozialen Netzen zu zeigen. So werden schnelle und unkomplizierte Kontakte zu neuen Kunden und Lieferanten möglich. Aber auch der Informationstransfer und die Innovationsrecherche sind sehr wichtige Themen für Unternehmen.

Durchdachte Strategien für Social Networks gehören heute zum Handwerkszeug bei den Kommunikationsmaßnahmen. Sie betreffen Werbung, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und PR gleichermaßen. Die Zahlen der Nutzer in den Netzwerken steigen weiter rasant. Und wer als Unternehmer nicht aufpasst, verpasst unter Umständen schnell den Anschluss an den Markt. Auch, wenn es heute vielleicht noch nicht so offensichtlich ist.

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