Öffentliche Wahrnehmung steigt

Die öffentliche Wahrnehmung von Inhalten in Sozialen Medien steigt. Dies basiert im wesentlichen auf einer engeren Verknüpfung mit anderen Medien. Twitter zum Beispiel aggregiert viele Inhalte aus verschiedenen Quellen. Von Angeboten aus Zeitungen, über neue Beiträge aus Blogs und viele Links auf interessante Artikel durch die Leser selbiger.

Journalisten nutzen Social Media zur Recherche

Zunehmend ist zu beobachten, das auch Journalisten in Social Media Angeboten recherchieren. Nicht erst durch Twitter wurde sichtbar, dass Nachrichten sich inzwischen auch außerhalb der etablierten Nachrichtendienste weltweit verbreiten. Vereinzelt sollen sogar schon Verträge mit den Nachrichtenagenturen gekündigt worden sein, da ein Großteil der Nachrichten die Redaktionen auch auf anderen Wegen erreichen. Und das nahezu ohne Zeitverlust. Wenn auch mit dem Preis verbunden, dass viele Quellen nicht per se glaubwürdig sind. So wurde kürzlich der beliebte und schwer erkrankte Schauspieler Patrick Swayze von vielen Medien für tot erklärt, obwohl es nicht so war. Ursache hierfür war eine Falschmeldung bei Twitter.

Öffentlicher Druck durch Social Media

Einhergehend mit der öffentlichen Wahrnehmung von Themen, die aus dem Bereich der Sozialen Medien kommen, ensteht immer häufiger öffentlicher Druck auf Unternehmen und Regierung. Dies passiert im Regelfall, wenn strittige Themen den Sprung aus dem Internet in die klassischen Medien schaffen. Als Beispiele könnte man die Abmahnung der Deutschen Bahn gegen Netzpolitik.org (Artikel auf Netzpolitik) oder die angedrohte Abmahnung der Agentur KemperTrautmann gegen DubistTerrorist.de nennen (Bericht bei Zeit-Online). Beide Abmahnungen blieben nach der öffentlichen Diskussion folgenlos.

Aber auch brisante Themen, wie die beabsichtigten Internetsperren durch die Politik sind Anzeichen für die zunehmende Bedeutung Sozialer Medien. Gerade im letzten Fall haben fast 100.000 Zeichner einer ePetition es geschafft eine Anhörung vor dem deutschen Bundestag zu erkämpfen (Link zur ePetition). Einhergehend mit bundesweiter Berichterstattung, bis hin zur Tagesschau – ausgehend von gut vernetzten Nutzern Sozialer Medien.

Bundestagswahl bringt StudiVZ ins Fernsehen

ZDF, ZEIT ONLINE und meinVZ/studiVZ starten crossmediales Projekt zur Bundestagswahl

Mainz (ots) – Was erwarten Jungwähler von den Spitzenkandidaten? Was sind die Themen, die ihnen im Wahlkampf unter den Nägeln brennen? Im Endspurt zur Bundestagswahl am 27. September 2009 bieten ZDF, ZEIT ONLINE sowie meinVZ/studiVZ insbesondere Jung- und Erstwählern die Möglichkeit, sich direkt mit den Spitzenkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien auszutauschen. Gemeinsam werden die drei Partner ein außergewöhnliches interaktives Projekt starten: In einem mehrstündigen Live-Event im Netz und im ZDFinfokanal haben die Jungwähler Gelegenheit, die Spitzenkandidaten direkt zu befragen.

Geplant ist, auf den Webportalen von ZDF, ZEIT ONLINE und meinVZ/studiVZ Fragen zu sammeln, die von den Nutzern selbst ausgewählt und gerankt werden. In der Sendung sollen zusätzlich auch per Live-Zuschaltung weitere Fragen gestellt werden können. Das interaktive Projekt sieht vor, die Spitzenkandidaten im Laufe eines Tages nacheinander zu befragen. Die Live-Sendung wird parallel auf den Online-Plattformen der drei Partner gestreamt, im ZDFinfokanal ausgestrahlt und in einer abendlichen Zusammenfassung im ZDF-Hauptprogramm gezeigt.

Für das ZDF, ZEIT ONLINE und die VZ-Gruppe ist das Projekt eine Ergänzung ihrer umfangreichen Vorwahlberichterstattung. Über die VZ-Gruppe können etwa 70 Prozent aller Erst- und Jungwähler in Deutschland erreicht werden. (Quelle: Pressetext ZDF)

Was Social Networks in Zukunft leisten müssen

Die Frage nach der Zukunft von Social Networks steht direkt mit der Frage der Weiterentwicklung der Netzwerke in Zusammenhang. Sinnvolle und zeitgemäße Erweiterungen werden nach und nach in das Produkt integriert – ein Muss. Damit einher gehen Verluste bei der intuitiven Bedienbarkeit und die Gefahr der Überfrachtung des Angebotes entsteht. Die Usability – wie man das neudeutsch nennt – muss dann von neuen Nutzern erst mühsam erlernt werden. Das wiederum bedeutet Hürden für die Gewinnung neuer Mitglieder und Kunden. Denn ein Angebot, das auf den ersten Blick kompliziert wirkt, schreckt schnell ab.

Netzwerke müssen sich weiterentwickeln

Eine hervorragende Usability muss das höchste Ziel der Netzwerkbetreiber sein. Dabei stehen die Sozialen Netzwerke unter besonderem Innovationsdruck. Schaut man sich zum Beispiel Xing oder Facebook an, stellt man fest, dass sich diese Netzwerke im Laufe der Zeit weit vom ursprünglichen Design, bzw. Look & Feel entfernt haben. Bei Xing ist nicht mal mehr der Name der Alte – vormals firmiert das Social Network als openBC.

Diese Weiterentwicklungen werden durch verschiedene Ursachen getrieben. Neue technische Möglichkeiten und Faktoren, wie zum Beispiel Wachstum, einhergehend mit technischen Zwängen, die optimalere Strukturen erfordern, stehen auf der einen Seite. Auf der anderen Seite werden aus den Reihen der Benutzer eine Vielzahl an Wünschen an die Betreiber herangetragen. Autos sehen heute schließlich auch nicht mehr aus wie noch vor 10 Jahren, warum sollten wir also bei Netzwerken auf eine stete Aktualisierung bei Technik und Design verzichten?

Innovationen erfordern neue Ansätze bei der Benutzerführung

Jede Innovation innerhalb des Front-Ends – also jenem Teil der Anwendung eines Social Networks, mit dem der Benutzer zu tun hat – birgt Gefahren. Es können alte Benutzer verärgert werden die Schwierigkeiten haben, sich an diese Veränderung zu gewöhnen. Die Anwendung insgesamt wird komplizierter, weniger Anwenderfreundlich – Neuerungen müssen zum Teil erst erlernt werden. Das kann aber auch bedeuten, neue Benutzer erkennen nicht auf Anhieb die Funktionsvielfalt und deren Nutzen. Funktionen, die ein fortgeschrittener User wie selbstverständlich verwendet, können beim Neukunden für Inaktivität bis hin zum Verlassen des Netzwerkes sorgen. Hier gilt es seitens des Betreibers wachsam zu reagieren. 

Den Status eines Benutzers berücksichtigen

Bislang berücksichtigen die Social Networks den Status eines Benutzers nicht. Zwar bietet Xing zum Beispiel exklusive Schulungen an, die auch die Bedienung des Produktes beinhalten, aber damit sind zusätzliche Kosten verbunden. Die Frage muss also lauten, wie biete ich als Betreiber meinen Kunden eine große Vielfalt an Funktionen, ohne neue Kunden damit zu erschlagen? Wie gestalte ich einem neuen Mitglied meines Netzwerkes dein Einstieg so einfach, wie möglich?

Diese Fragen bedeuten eine aktive Auseinandersetzung mit den Kenntnissen und Fähigkeiten des Benutzers. Ein aktives System muss erkennen, wie viel Erfahrung der Benutzer hat. Das bedeutet, ein Social Network muss verschiedene Gesichter haben. Aus dem Bereich der Computerspiele kennen wir das bereits: Einsteiger Level und fortgeschrittene Level. Der Benutzer erarbeitet sich durch gewonnene Erfahrungen zusätzliche Funktionen, bzw. kann selbst bestimmen ob er ein einfaches, rudimentäres Produkt haben möchte oder eben das megafunktionale Profiangebot nutzen möchte. Alles vereint in einem Netzwerk, einem Produkt.

Nebeneffekt so eines Systems wären zusätzliche Aktivierungsanreize, denn ein „lernen“ würde durch neue Funktionen belohnt. Allein das sollte die Betreiber auffordern sehr engagiert in diesem Bereich zu forschen und zu entwickeln. Aber auch für die restliche Internetwirtschaft ist die Betrachtung des Kenntnisstandes von Nutzern eine wichtige Aufgabe bei der Entwicklung neuer Produkte. Network Relations unterstützt sie dabei gerne.

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