Soziale Netzwerke wachsen weiter rasant

Das beachtliche Wachstum der Sozialen Netzwerke geht weiter. Das Businessnetzwerk LinkedIn vermeldete gestern den Durchbruch der 50-Millionen-Marke und hat damit fast 6% Wachstum seit Anfang September (Quelle: Mashable). Aber auch die anderen Netzwerke wachsen kontinuierlich.

Facebook mit über 300 Millionen Usern

Bereits am 15. September verkündete Facebook-Gründer Mark Zuckerberg den 300 Millionsten User bei Facebook (Siehe Facebook-Blog). Beeindruckend fast 100 Millionen Nutzer davon kommen allein aus den USA, wie der bekannte Technologieblog Techcrunch am 13. Oktober berichtete (Zum Blog-Beitrag).

Twitter mit 240.000 deutschsprachigen Usern

Auch der Microblogging-Dienst Twitter wächst weiter, stagniert aber seit einiger Zeit bei den Unique-Visitors. Hier liegt der Wert knapp unter 25.000.000 (Siehe Compete-Chart). Im deutschsprachigen Raum sind es inzwischen rund 240.000 User, wie Thomas Pfeiffer von den Webevangelisten ermittelte (Siehe Blog-Beitrag). Damit liegt das monatliche(!) Wachstum ebenfalls bei ca. 7 %. Erstaunlich ist, dass Twitter sehr gemischte Gefühle hervorruft, anders als die Sozialen Netzwerke polarisiert Twitter sehr stark. Bislang in Deutschland noch ohne Folgen für das Wachstum.

Xing mit 900.000 neuen Usern im ersten Halbjahr 2009

Das deutsche Business-Netzwerk Xing verzeichnete im ersten Halbjahr 2009 einen Zuwachs von 900.000 Mitgliedern. Die Zahl der Mitglieder steigt damit bei über 8 Millionen. Das sind allerdings erst die Halbjahreszahlen (Quelle). Die Zahlen für das 3te Quartal sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht.

Schleichwerbung im Web2.0

Im Fernsehen kennen wir das Thema Schleichwerbung seit vielen Jahren. Nun soll es auch im Web2.0 stattfinden, behauptet zumindest aktuelle Berichterstattung (z. B. ZDF und Wirtschaftswoche). Danach muss man zu dem Schluss kommen, im Web2.0 würde ohne Sinn und Verstand mit der Absicht arglistiger Täuschung durch Schleichwerbung Schaden angerichtet. Ursache der kritischen Betrachtung des Themas Schleichwerbung im Web2.0 ist ein neues Gesetz in den USA. Danach müssen Blogger bei einem Bericht über ein Produkt offenlegen, ich welcher materiellen Beziehung sie zu dem Produkt stehen. So soll vermeiden werden, dass vermeintlich neutrale Berichterstattung in Wirklichkeit gekaufte PR ist.

Schleichwerbung ist ein bekanntes Problem

In Deutschland kennen wir den Missbrauch durch Schleichwerbung ebenfalls. Meist aus dem Umfeld der öffentlich-rechtlichen Medien. Gerade bei diesen Medien wird ganz im Sinne des Presserates, auf neutrale und unabhängige Berichterstattung Wert gelegt. Aber ist das in der Bloglandschaft tatsächlich ein Problem? Die meisten Berichte in privaten Blogs kommen von der Grundanlage eher einem Kommentar als einem neutralen Bericht nahe. Daher wird der Leser so einen Beitrag vermutlich auch entsprechend bewerten – eine persönliche Empfehlung, kein vailder Test.

Ungeachtet dessen hat die Werbeindustrie natürlich längst erkannt, dass es durchaus positive Effekte haben kann, wenn bestimmte Blogger sich wohlgesonnen zu Produkten äußern. Hier werden sicher auch Anstrengungen unternommen, dass entsprechende Berichte wunschgemäß publiziert werden. Sei es durch Produktgaben oder andere Entlohnungen, die diesen Schritt unterstützen. Bleibt die Frage, ob diese Art der Werbung in Blogs wirklich langfristige Erfolge bringt?

Web2.0 lebt von großer Transparenz

Die Transparenz im Web2.0 widerspricht eigentlich dem langfristigen Missbrauch durch Schleichwerbung. Unternehmen, die Schleichwerbung initiieren haben das Prinzip des Social Web nicht verstanden, denn ein realistisches Meinungsbild kann man sich nicht kaufen. Nur, wenn Produkte wirklich Zufriedenheit bei den Kunden auslösen, wird sich langfristig auch eine Basis positiver Empfehlungen im Bereich der Sozialen Medien aufbauen lassen. Schlechte Produkte werden durch Schleichwerbung nicht zu besseren Produkten und so werden schlechte Produkte auch weiterhin für kritische Stimmen sorgen, die eben auch gefunden werden und eine falsche Lobhudelei schnell enttarnen.

Dazu merkt man schnell, wenn ein Blogger auf der Payroll eines bestimmten Unternehmens steht. Auch das wird innerhalb der Communities bei Auffälligkeiten sicher diskutiert und dadurch transparent. Hier findet also schon eine hervorragende Selbstregulierung statt, die die Möglichkeiten von Schleichwerbung stark reduziert.

Leser dürfen das Hirn nicht abschalten

Die Anwendung des Presserechts auch für Blogger (egal ob kommerziell oder privat publizierend) würde eigentlich reichen, dem Missbrauch einen Riegel vorzuschieben. Der Leser darf dann erwarten, neutral informiert zu werden. Und er darf genauso erwarten, das dank wirtschaftlichen Zwängen manche Meinung stärker im Vordergrund steht als andere. So wie immer – Medienkonsum erfordert Wachsamkeit und eigene Medienkompetenz.

Interessant dazu ist auch dieser Beitrag.

Social-Media-Guru Stowe Boyd kommt zum ConventionCamp nach Hannover

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Bereits wenige Tage nach Anmeldestart zum ConventionCamp Hannover 2009 haben wichtige Persönlichkeiten aus Deutschland und den USA ihre Teilnahme angekündigt. So wird unter anderem Stowe Boyd, internationaler Experte für Social Media, am 26. November 2009 nach Hannover kommen. Die Anmeldung zum ConventionCamp ist unter http://www.conventioncamp.de/anmeldung möglich.

Als Crossover aus Fachkongress und sogenannter „Un-Konferenz“ integriert das ConventionCamp Hannover 2009 Wissenschaft, Wirtschaft und Web 2.0-Szene auf einem gemeinsamen Zukunftskongress. So soll auch der Auftritt der Keynote-Speaker und weiteren Referenten das gesamte Spektrum von Vertretern aus E-Business und E-Commerce, Medienschaffenden und der Web 2.0-Szene in seiner Bandbreite abdecken und zum branchenübergreifenden Dialog anregen.

Die Zusage bekannter Persönlichkeiten aus den verschiedenen Bereichen belegt die Relevanz einer Veranstaltung wie dem ConventionCamp unter dem Kernthema „Trends, Entwicklungen und Relevanz für das Internet der Zukunft“. So wurde beispielsweise Stowe Boyd als Speaker für das Schwerpunktthema „Social Media“ gewonnen. Der Amerikaner ist international anerkannt für seine Arbeit mit Social Tools und deren Einfluss in der Geschäftswelt, den Medien und der Gesellschaft. In den letzten Jahren arbeitete Boyd mit zahlreichen Unternehmern und Nutzern von sozialen Technologien zusammen, darunter Xing (Hamburg), SchoolOfEverything (London) und My6Sense (Tel Aviv).

Neben Stowe Boyd haben sich unter anderem bereits Grimme-Award-Preisträger Markus Beckedahl (netzpolitik.org), Jochen Krisch (E-Commerce-Experte, Director E-Business Optaros), Dirk Rockendorf (Leiter E-Business Continental AG), Handelsblatt-Journalist Thomas Knüwer, Sascha Lobo (prominenter Werber, Blogger und Buchautor) sowie Management-Coach und Blogger Oliver Gassner angekündigt. Bis zu 1.000 Teilnehmer werden zum ConventionCamp Hannover 2009 erwartet.

Zielgruppen des ConventionCamp Hannover 2009

Das ConventionCamp wendet sich an E-Business- und E-Commerce-Verantwortliche aus Unternehmen, Internet-Dienstleister, Medienschaffende, Unternehmensgründer und Startups, Vertreter der Web-2.0-Szene, Studenten verschiedener Fachbereiche sowie interessierte Schüler in Informatikprojekten aus dem n-21-Verbund (Schulen ans Netz).

Wichtige Eckdaten:

Veranstaltungstag: Donnerstag, 26. November 2009, 9.00 bis 19.00 Uhr
Veranstaltungsort: Hannover, Conventioncenter auf dem Messegelände
Kosten: 199 Euro (99 Euro für begrenztes Kontingent. Studenten, Freiberufler und Teilnehmer aus Kleinstunternehmen können kostenlos teilnehmen: ‚Sponsored-by-Tickets’)

Mehr Infos: www.conventioncamp.de

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