Studie: Online-Image von Führungskräften ist verbesserungswürdig

In Zeiten, in denen das Internet zum allgegenwärtigen Begleiter und zum unkontrollierbaren Fundus auch an persönlichen Informationen geworden ist, sollte jeder im Blick behalten, was das Web über ihn weiß. Das Ergebnis der ersten großen Manager-Umfrage zum Thema Online-Image aber zeigt: Zwei von drei Führungskräften kümmern sich nicht um ihr Webprofil, obwohl zwei Drittel der Befragten glauben, dass die Online-Reputation für ihre Karriere immer wichtiger wird. „Das Ergebnis zeigt, dass den meisten deutschen Managern die Bedeutung ihres Online-Images genauso klar ist wie die Tatsache, dass das Internet ihre Reputation prägt. Daraus aber die richtigen Schlüsse zu ziehen, fällt offenbar schwer“, sagt Susanne Krian, Geschäftsführerin von MyImageControl.

Belege für diese These liefert eine Umfrage unter deutschen Managern zu den Themen Online-Image und Datenschutz zu Genüge. Von den Führungskräften, die sich regelmäßig mit ihrer Präsenz im Netz beschäftigen, investieren 95 Prozent höchstens eine Stunde pro Woche für den Image-Check. Zwei Drittel der bekennenden „Online-Image-Pfleger“ halten das für ausreichend, nur sieben Prozent gehen davon aus, dass sie zu wenig tun. Jeder Vierte (26 Prozent) ist unsicher, ob der Einsatz reicht.

Über 80 Prozent der Manager, die im Web regelmäßig nach Einträgen zu ihrer Person suchen, begnügen sich allerdings mit den Ergebnissen herkömmlicher Suchmaschinen. Die aber liefern redundante statt relevante Ergebnisse. „Wer wirklich wissen will, welche Spuren er im Internet hinterlässt, muss bei der Suche in die Tiefe gehen und professionelles Know-how nutzen“, sagt Susanne Krian. Die Online-Plattform MyImageControl setzt beim Experten-Check auf eine spezielle Tiefensuche, die auch Einträge findet, die normalen Suchmaschinen entgehen. „Selbst Personensuchmaschinen, die jeder Dritte unter den befragten Managern bemüht, kratzen nur an der Oberfläche.“

Dennoch kann sich nur ein knappes Drittel der Befragten vorstellen, einen professionellen Dienstleister mit der Image-Pflege zu beauftragen. Ein Viertel der Befragten schließt das komplett aus, 41 Prozent sagen „wahrscheinlich nein“. „Viele haben noch nicht verstanden, dass sie ihr Online-Image nicht im Alleingang unter Kontrolle behalten können. Dabei bedarf es keiner besonderen Investition, um die Reputation im Netz professionell checken und bei Bedarf korrigieren zu lassen“, sagt Susanne Krian.

Datenschutz fängt beim Nutzer an

Die mäßige Bereitschaft, ihr Online-Image aktiv zu gestalten oder wenigstens gestalten zu lassen, will auch nicht so recht zu einer weiteren im Manager-Monitor geäußerten Überzeugung passen: Mehr als drei Viertel der Führungskräfte (76 Prozent) meinen, dass die Internetnutzer beim Schutz ihrer Daten Eigeninitiative zeigen müssen – bei Aufbau und Pflege eines Webprofils sehen sich die Manager hingegen weit weniger in der Pflicht. Zwei Drittel erwarten von der Web-Wirtschaft Vorsorge beim Datenschutz. Nur gut die Hälfte verlangt vom Staat, dass er für ausreichenden Schutz sorgt, obschon 77 Prozent meinen, dass die Datenschutzregelungen nicht mehr zeitgemäß sind.

Drei von vier Managern plädieren zudem für strengere Gesetze – auch beim Umgang mit Daten von Arbeitnehmern, die nur 28 Prozent in deutschen Unternehmen für ausreichend geschützt halten. Die eigene Firma wird positiver bewertet: Fast 60 Prozent der Manager sprechen dem Schutz persönlicher Daten von Angestellten in ihrem Unternehmen einen hohen Stellenwert zu.

Sind persönliche Daten in Sozialen Netzwerken gut aufgehoben?

Zweifel an einem ausreichenden Datenschutz haben die Manager auch, wenn es um die immer beliebteren Sozialen Netzwerke im Internet geht. Jeder dritte Manager (34 Prozent) knüpft Kontakte über Xing, LinkedIn, Facebook, Wer-kennt-wen und Co., doch nur 14 Prozent der Befragten halten ihre persönlichen Daten dabei für genügend geschützt. Die Gefahr eines Daten-Missbrauchs halten 72 Prozent der Manager für „sehr hoch“ oder zumindest „eher hoch“. Verzichten aber können Manager auf das „Networking“ im Internet ebensowenig wie auf ein seriöses Web-Profil.

Quelle: www.myimagecontrol.com

73% der privaten Haushalte haben einen Internetzugang

In Deutschland nimmt die Zahl der privaten Haushalte mit Internetzugang weiterhin zu. Sie ist von 27 Millionen Haushalten im Jahr 2008 auf 29 Millionen im Jahr 2009 gestiegen. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der Erhebungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten. Im Jahr 2009 verfügten 73% der privaten Haushalte über einen Internetanschluss. Im Vorjahr war der Anteil mit 69% noch um vier Prozentpunkte geringer gewesen.

Ebenfalls weiter angestiegen – auf knapp 23 Millionen – ist 2009 die Zahl der privaten Haushalte, die einen Breitbandanschluss besitzen. Von allen Haushalten mit Internetzugang verfügten damit 82% über einen Breitbandanschluss (2008: 73%).

Trend zu mobilen Computern setzt sich fort

Nach wie vor verwenden die meisten privaten Haushalte als Gerät für den Internetzugang einen stationären Computer, auch wenn der Trend rückläufig ist. Setzten 2008 noch 81% der Haushalte mit Internetzugang einen stationären Computer für den Internetzugang ein, waren es in diesem Jahr nur noch 76%. Zunehmend beliebter wird dagegen der Internetzugang über mobile Computer (Laptop, Notebook) einschließlich Handheld Computer (Palmtop, PDA (personal digital assistant)). Der Anteil der Haushalte mit Internetzugang, die solche Geräte verwendeten, ist im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozentpunkte auf 56% gestiegen (2008: 47%). Vergleichsweise selten wird dagegen das Handy für den Internetzugang in Privathaushalten verwendet (2009: 17%, 2008: 16%).

DSL liegt weiter vorn

Als Zugangsart zum Internet ist der DSL (digital subscriber line)-Anschluss am weitesten verbreitet. 75% der Haushalte mit Internetanschluss nutzten im Jahr 2009 diese Art des Breitbandanschlusses. Andere Breitbandanschlüsse (zum Beispiel Internet über TV-Kabel, UMTS (universal mobile telecommunication system), WiMAX (worldwide interoperability for microwave access) wurden in 9% der Haushalte mit Internetzugang verwendet. Stark rückläufig ist der Einsatz von analogen Modems oder ISDN (integrated services digital network)-Modems und ISDN (integrated services digital network)-Karten. 2009 nutzten nur noch 16% der Haushalte mit Internetzugang diese Geräte für das Surfen im Internet, während im Jahr 2006 der Anteil noch bei 54% gelegen hatte.

Neben der Ausstattung der Haushalte mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ist auch die Internetnutzung der Bevölkerung weiter anwachsend. So nutzten 73% der Personen im Alter von zehn Jahren und älter im ersten Quartal 2009 das Internet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Anteil noch bei 71% gelegen. Ebenso ist eine Steigerung der Nutzungshäufigkeit bei den Internetnutzern zu verzeichnen. Der Anteil der Internetnutzer (ab zehn Jahren), die jeden Tag oder fast jeden Tag online waren, erhöhte sich im Vergleich zum ersten Quartal 2008 von 66% auf 70%.

Weiter große Teile der Bevölkerung nicht online

Trotz des hohen Anteils der Bevölkerung an der Internetnutzung insgesamt gibt es weiterhin Bevölkerungsschichten, die zu großen Teilen nicht online sind. Dies betrifft Personen in der Altersgruppe ab 65 Jahren und hierbei insbesondere Frauen. Im ersten Quartal 2009 nutzten nur 17% der Frauen ab 65 Jahren das Internet, während Männer in der gleichen Altersgruppe einen Anteil von 39% erreichten.

Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei der Internetnutzung sind dagegen in den anderen Altersgruppen zu vernachlässigen. Bei Personen zwischen 45 und 64 Jahren ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern bei der Internetnutzung relativ gering (männlich: 76%, weiblich 68%), bei Personen in den Altersgruppen unter 45 Jahren sind praktisch keine Unterschiede auszumachen (10-15 Jahre: männlich: 96%, weiblich: 96%; 16-24 Jahre: männlich: 98%, weiblich 97%; 25-44 Jahre: männlich: 94%, weiblich 92%).

Quelle: Statistisches Bundesamt


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