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	<title>Wirtschaftsfaktor Sprache &#187; Network Relations</title>
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	<description>Unternehmensberatung für erfolgreiche Kommunikation und Social Media</description>
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		<title>Datenschutz von gestern</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 10:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Panter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin ja hier im Blog schon einmal auf die Datenschutzdebatte ausgelöst durch Herrn Weichert vom ULD eingegangen (siehe hier). Heute hat Hennig Tillmann einen sehr guten Text dazu geschrieben, den ich hier ebenfalls verlinken möchte. Dazu gehört auch dieses Bild: Mehr darüber erfahren Sie im oben verlinkten Beitrag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ja hier im Blog schon einmal auf die Datenschutzdebatte ausgelöst durch Herrn Weichert vom ULD eingegangen (<a title="Datenschutz? Offener Brief an Dr. Thilo Weichert" href="http://www.wirtschaftsfaktor-sprache.de/datenschutz-offener-brief-an-dr-thilo-weichert/">siehe hier</a>). Heute hat Hennig Tillmann <a href="http://www.henning-tillmann.de/2011/10/der-facebook-like-button-oder-das-datenschutzproblem-seit-20-jahren-privacyimg/?spreadly=twitter.4ea691ecdb45115020000038">einen sehr guten Text </a>dazu geschrieben, den ich hier ebenfalls verlinken möchte.</p>
<p>Dazu gehört auch dieses Bild:<br />
<img src="http://tilli.me/privacyimg/einbild.png" width="400" height="400" style="border:2 px solid black" alt="PrivacyImg - Ein interaktives Beispiel. Konfiguration ueber http://tilli.me/privacyimg" /></p>
<p>Mehr darüber erfahren Sie im oben verlinkten Beitrag.</p>
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		<title>Die re:publica 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 14:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Panter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die re:publica 2011, eine Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft rief nach Berlin. Rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten diesem Ruf und diskutierten, konsumierten oder präsentierten die neusten Erkenntnisse rund um vielfältige Themen der digitalen Gesellschaft. Zu gleich wurde die Veranstaltung Ihrem Ruf als Klassentreffen der Branche gerecht und war, wie bereits im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a title="re:publica 2011" href="http://re-publica.de/11/">re:publica 2011</a>, eine Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft rief nach Berlin. Rund  3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten diesem Ruf und diskutierten, konsumierten oder präsentierten die neusten Erkenntnisse rund um vielfältige Themen der digitalen Gesellschaft. Zu gleich wurde die Veranstaltung Ihrem Ruf als Klassentreffen der Branche gerecht und war, wie bereits im vergangenen Jahr eine gelungene Veranstaltung, wenn auch mit Schönheitsfehlern.</p>
<p><strong>Das war toll<br />
</strong>Hauptkriterium für einen Besuch bei der re:publica dürfte etwas sein, dass man heute mit Social Relations beschreibt – die Pflege und den Ausbau persönlicher Beziehungen und Netzwerke. Das klappt super und manche Branchengröße war sehr schnell und einfach anzusprechen. Den <a title="Mario Sixtus" href="http://www.elektrischer-reporter.de/">elektrische Reporter Mario Sixtus</a> kann man hier gut anführen, denn er war über die gesamt Dauer der Veranstaltung sehr präsent, ansprechbar und hat zudem einen sehr sympathischen Eindruck hinterlassen.</p>
<p>Toll waren auch die vielen anderen Menschen, mit denen man zu fast jedem Zeitpunkt ein interessantes Gespräch beginnen konnte, dass sich fast immer ums Internet drehte. Was wiederum niemandem wundern dürfte. Zudem waren viele Kollegen zu sehen, die man lange nicht gesehen hat oder bislang nur virtuell via Twitter und Facebook kannte. Hier möchte ich als Beispiel Tapio Liller nennen, der am Rande der Veranstaltung sehr charmant <a title="Tapio Liller: PR im Social Web" href="http://www.amazon.de/PR-Social-Web-Handbuch-Kommunikationsprofis/dp/3897215632">sein neues Buch</a> präsentierte.</p>
<p>Die Leute sind das eine, schließlich geht es am Ende um Inhalte. Und das bedeutet für mich den Wunsch nach Inspiration. Im vergangenen Jahr wurde dieser Wunsch insbesondere von Miriam Meckel und Ihrem tollen Vortrag erfüllt (<a title="Miriam Meckel: This object cannot be liked" href="http://www.youtube.com/watch?v=gDP9sJojkyo">Zum Vortrag</a>). In diesem Jahr habe ich diesen Aha-Moments-behafteten Moment leider verpasst und musste mir ihn später selbst als Videoaufzeichnung ansehen – dazu gleich mehr. Denn zunächst möchte ich noch einige Worte zu dem ebenfalls sehr tollen Vortrag von Branchenprimus Sascha Lobo verlieren. Er zeigt anhand seiner Trollforschung sehr unterhaltsam und unglaublich Kreativ, wie komplex das Thema Community Management teilweise sein kann. Obwohl er als Person oft angeneidet wird, hat aus meiner Sicht in diesem unterhaltsamen Auftritt seine Komepetenz sehr gut aufgezeigt, <a title="Sascha Lobo: Jüngste Erkenntnise der Trollforschung" href="http://www.youtube.com/watch?v=sXSrpGr0wDU">sehen Sie selbst</a>.</p>
<p>Und nun zum Vortrag von Gunter Dück, der meine persönliche Inspirationsquelle der diesjährigen re:publica war. Nehmen Sie sich die 45 Minuten und schauen sich das an. Vermutlich werden Sie danach wissen, was ich vorher meinte:</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="640" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/MS9554ZoGu8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Die Schattenseiten<br />
</strong>Eine Veranstaltung mit fast 3.000 Besuchern hat natürlich nicht nur gute Seiten und so war es auch diesmal. Zu viele Besucher drängten sich teils in zu kleine Räume. Mit der Folge, dass der Sauerstoffarmut jegliche verbleibende Aufmerksamkeitsfähigkeit zerstörte. Das machte so keinen Sinn. Dazu kamen teils unglückliche Raumbelegungen, da scheinbar die Interessen der Besucher in diesem Jahr nicht so gut gelesen wurden. Die Veranstalter beantworteten dem ersten Aspekt aber bereits mit der Ankündigung eines neuen Veranstaltungsortes für das nächste Jahr. Was die Raum- und Themenaufteilung angeht, war in diesem Jahr eine deutliche Handschrift der Bewertung nach eigenen Interessen seitens der Veranstalter zu erkennen. So fanden besonders viele Veranstaltungen zur Digitalen Gesellschaft im größten Vortragsraum im Friedrichsstadtpalast statt. Hier wäre etwas mehr Sorgsamkeit bei der Relevanzbeurteilung für das nächste Jahr ebenfalls sehr zu wünschen.</p>
<p>Die Zunahme an Besuchern ist zudem nicht unbedingt förderlich für die inhaltliche Qualität der Veranstaltung. Quantität ist nicht gleich Qualität, so twitterte ich bereits während der Veranstaltung. Ein Problem, das sicher dem Wachstum und dem Zuspruch zur Veranstaltung geschuldet ist. Damit einhergehend findet eine gewisse Kommerzialisierung statt, die von vielen Besuchern skeptisch betrachtet wird. Dieser Trend ist aber nicht zu verhindern und auch die öffentliche Wahrnehmung des Events durch die klassischen Medien spricht klar dafür diese Wachstums-Strategie weiter zu verfolgen. Nur eben nicht um jeden Preis. Vergleichend mit dem Vorjahr stehen mehr Redner, mehr Besucher und mehr Programm auf dem Zettel, aber die Qualität und die Summe der Leuchtturm-Beiträge &#8211; wie ich sie nenne &#8211; hat leider nicht zugenommen.</p>
<p>Und dennoch rechtfertigte bereits der Vortrag von Gunter Dück meine Anwesenheit auf dieser Veranstaltung, so, wie es im vergangenen Jahr Miriam Meckel tat. Auf weitere Vorträge dieser Qualität! Ich freue mich auf die re:publica 2012.</p>
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		<title>Die Revolution frisst ihre Kinder</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 11:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Panter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die allgemeinverfügbare Form des Internets kann man wohl als eine Revolution bewerten. Gleiches gilt für die Weiterentwicklung in Richtung Web 2.0, dessen Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. Auch, wenn manche Marketingexperten gerne bereits von Web 3, 4, oder x sprechen. Tatsächlich sind die Möglichkeiten einer echtzeit-, und dialogorientierten Kommunikation noch lange nicht ausgereizt. Wissen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die allgemeinverfügbare Form des Internets kann man wohl als eine Revolution bewerten. Gleiches gilt für die Weiterentwicklung in Richtung Web 2.0, dessen Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. Auch, wenn manche Marketingexperten gerne bereits von Web 3, 4, oder x sprechen. Tatsächlich sind die Möglichkeiten einer echtzeit-, und dialogorientierten Kommunikation noch lange nicht ausgereizt. Wissen und Fähigkeiten sind derzeit in Unternehmen so unterschiedlich ausgeprägt, dass man im besten Fall von einer Strömung sprechen kann. Einigkeit herrscht bei der Frage, dass es wohl nicht schlecht wäre, würde man sich als Unternehmen in diesem Social Media engagieren. Bloß wie?</p>
<p><strong>Social Media befindet sich in einer Phase der Professionalisierung<br />
</strong>Sucht man die Ursprünge von Social Media, drängen sich verschiedene Gruppen auf. Am aufdringlichsten sicher die Gruppe der Blogger, die bereits sehr früh die Interaktion und Vernetzung von Inhalten entdeckten und nachhaltig lebten. Die Reputation eines Bloggers ist nach wie vor ein wertvoller Bewertungsfaktor für die individuellen Fähigkeiten im Bereich der Meinungsbildung in digitalen Medien.</p>
<p>Eine andere Gruppe ist die der Forenbetreiber, die man als Vorgänger der Sozialen Netzwerke betrachten könnte. Auf Meinungsebene wurde bereits um die Jahrtausendwende diskutiert und Wissen geteilt. Nach meiner Betrachtung ist auch hier das „Fan“-tum begründet, denn viele Foren dienten tatsächlich dem Zusammenführen von Fans, beispielsweise im Sportbereich.</p>
<p>Mit den Sozialen Netzwerken drangen ab 2003/2004 weitere wichtige Spieler in den Bereich der sozialen Medien, die auch heute noch große Relevanz besitzen. Hier treffen sich viele Menschen und ein Austausch auf Augenhöhe ist schnell und unkompliziert möglich.</p>
<p>Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Gruppe der Spiele-Communities, die über Offline-Events (lan-Partys) zu starken Online-Communities heranwuchsen. Ebenso, wie die vielen Bewertungsplattformen, die sich beispielsweise bei der Bewertung von Urlaubshotels etabliert haben.</p>
<p>All diesen Angeboten gemein ist: Wo sich viele Menschen treffen und austauschen ist auch der Gedanke des Marketings nicht weit. Viele Dinge, die bislang im verborgenen passierten, sind auf einmal transparent(er). Meinungsbilder werden zum Beispiel besser sicht-, dokumentier- und auswertbar &#8211; ein Geschenk für jedes Unternehmen. Und mit der zunehmenden professionellen Nutzung dieser ursprünglich eher auf privater Initiative basierenden Angebote wird auch das inhaltliche Geschehen immer professioneller. Das Bewusstsein für die Öffentlichkeit dieser Medien steigt. Damit verbunden nehmen Sorgfalt und bewusste Manipulationen zu (ohne das pauschal schlecht bewerten zu wollen!). Die Medien werden professionell genutzt.</p>
<p><strong>Viele Angebote haben ihren Zenit bereits erreicht</strong></p>
<p>Die rasanten Entwicklungen haben auch einen Preis. Innovationszyklen werden immer kürzer, sowohl bei der Entwicklung neuer Features, als auch bei der Nutzungsdauer eines Mediums. Mit der Folge, dass viele der Sozialen Netzwerke ihren Zenit bereits erreicht haben dürften &#8211; auch, wenn sicher noch ein weiteres Wachstum bei den Mitgliedszahlen in den nächsten Jahren zu erwarten ist.</p>
<p>Wer sich allein auf die Kennzahl der Mitglieder stützt, wird diese Bewertung nicht bestätigen. Nimmt man jedoch weitere Faktoren zu Rate, merkt man schnell, dass im Rahmen der Professionalisierung von Angeboten und Nutzung einige Anbieter auf der Strecke bleiben werden, obwohl diese über Millionen an Mitgliedern verfügen. Beispielsweise ist ein schleichender Verlust an Aktivität innerhalb von Plattformen zu bemerken. Hier sind die deutlichsten Einbrüche bei der VZ-Gruppe (StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ) zu sehen, auch, wenn aktuell der Aktivitäts-Einbruch etwas aufgefangen werden konnte (<a title="IVW-Klickzahlen im Oktober: VZ-Netzwerke stoppen den Verfall" href="http://kress.de/alle/detail/beitrag/107172-ivw-klickzahlen-im-oktober-vz-netzwerke-stoppen-den-verfall.html">Auswertung der IVW-Zahlen | Kress Report</a>). Ähnliche Verluste bemerken auch andere Anbieter, wie man bei Kress lesen kann.</p>
<p>Von diesen Veränderungen bleibt auch das deutsche Business-Netzwerk Xing nicht verschont. Die Nutzerzahlen steigen zwar weiter, jedoch nimmt die Aktivität innerhalb der Gruppenebene der Plattform merklich ab. Wo einst, bei weniger Nutzern, intensiv diskutiert wurde herrscht heute regelrechtes Schweigen. Diese sinkende Aktivität dürfte bald an das (Soziale) Kapital gehen, denn gerade die Wissensebene macht Netzwerke wie Xing wertvoll. Passiert hier nichts mehr, wird der einstige Musterschüler aus Hamburg langfristig zu einem besseren Telefonbuch mit selbstaktualisierenden Daten werden.</p>
<p>Sowohl Xing als auch StudiVZ wird übrigens von der Gründerszene vorhergesagt im Jahr 2015 nicht mehr zu existieren (<a title="Gründerszene: Fünf deutsche Internet-Unternehmen, die es 2015 nicht mehr geben wird…?" href="http://www.gruenderszene.de/allgemein/funf-deutsche-internet-unternehmen-die-es-2015-nicht-mehr-geben-wird…">Zum Artikel</a>). Ursachen: Mangelnde Innovationsfähigkeit und internationale Konkurrenz.</p>
<p><strong>Unternehmen entdecken Social Media für sich<br />
</strong>Trotz der steten Veränderung entdecken mehr und mehr Unternehmen das Thema Social Media Kommunikation für sich. Allerdings oft mit falschen Rezepten, wie Sachar Kriwoj in seinem Blog bemerkt (<a title="Don’t Call It Social Media" href="http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1666">Zum Artikel</a>). Natürlich gibt es keine reine Lehre, wie Social Media genutzt zu werden hat. Aber es gibt viele Ideen, die meist auf großer Offenheit und Transparenz beruhen. Dies häufig eng verbunden mit dem Wunsch nach Demokratisierung, einem Mitbringsel der alten Bloggerszene. Jedoch passt dieser Wunsch häufig nicht so gut mit den gewachsenen, starren Hierarchien und Absicherungswünschen von Konzernen zusammen, die zudem auch noch aus gutem Grunde für sich beanspruchen als Unternehmen weiterhin autonom zu handeln.</p>
<p>Hier ist es sicher spannend, in welcher Geschwindigkeit sich Unternehmen der neuen Transparenz öffnen können und ebenfalls sehr spannend, in welcher Zeit die Gesetzgeber (Mehrzahl, weil globales Thema) entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen schaffen. Es bleibt spannend. Lassen Sie sich nicht fressen.</p>
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		<title>Bedeutung des Community Managements nimmt zu</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 19:55:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Panter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Bundesverband der Community Manager (BVCM) formuliert es so: „Community Management ist die Bezeichnung für alle Methoden und Tätigkeiten rund um Konzeption, Aufbau, Leitung, Betrieb, Betreuung und Optimierung von virtuellen Gemeinschaften sowie deren Entsprechung außerhalb des virtuellen Raumes. Unterschieden wird dabei zwischen operativen, den direkten Kontakt mit den Mitgliedern betreffenden, und strategischen, den übergeordneten Rahmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundesverband der Community Manager (<a title="Bundesverband Community Management e.V." href="http://www.bvcm.org/" target="_self">BVCM</a>) formuliert es so: <em>„Community Management ist die Bezeichnung für alle Methoden und Tätigkeiten rund um Konzeption, Aufbau, Leitung, Betrieb, Betreuung und Optimierung von virtuellen Gemeinschaften sowie deren Entsprechung außerhalb des virtuellen Raumes. Unterschieden wird dabei zwischen operativen, den direkten Kontakt mit den Mitgliedern betreffenden, und strategischen, den übergeordneten Rahmen betreffenden, Aufgaben und Fragestellungen.“</em> Dahinter verbirgt sich eine anspruchsvolle und farbenfrohe Tätigkeit, die nicht nur bei den Betreibern Sozialer Netzwerke zur Schaffung neuer Planstellen führt.</p>
<p><strong>Branchen-Know-how beim Community Camp in Berlin</strong><br />
Beim jährlichen Treffen der Community Manager auf dem <a title="Homepage des Community Camp" href="http://communitycamp.mixxt.de/" target="_blank">Community Camp</a> in Berlin ging es auch in diesem Jahr um aktiven Erfahrungsaustausch zwischen den Spezialisten. Dabei immer zu spüren ist die unmittelbare Nähe zum Thema Social Media. In vielen Sessions wurde über Methodik, Technik aber auch aktuellen Entwicklungen gesprochen. Die Themenbandbreite reichte dabei von der Diskussion über Umgang mit Suizid-Ankündigungen innerhalb von Communities, die Integration neuer technische Features bis hin zur Bewertung aktueller Geschehnisse. Diese Bandbreite an Themen auf der Basis fundierter praktischer Kenntnisse lockte in diesem Jahr auch erstmals ein wissenschaftliches Forschungsprojekt der TU Chemnitz nach Berlin.</p>
<p><strong>Community Management wird zunehmend eine Aufgabe von Unternehmen<br />
</strong>Ordnete man in das Berufsbild des Community Managers bisher eher den Online-Communities zu, wird diese Berufsgruppe für Unternehmen mit einem Geschäftskern außerhalb des Web relevanter. Die Anzahl derer die sich im Internet über Produkte und Leistungen von Unternehmen informieren nimmt zu. Nicht erst seit Facebook bekennen sich begeisterte Menschen zu Marken oder stärken Unternehmen durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Diese Freunde eines Unternehmens haben ein gemeinsames Interesse als Basis, die man in einem Community Management organisieren kann. So entstehen neben dem Einzelinteresse Mehrwerte für die begeisterten Personen und das Unternehmen. Im Internet lassen sie diese Interessen zugleich recht einfach identifizieren und verwalten – und das ohne die unbedingte Notwendigkeit einer eigenen technischen Plattform.</p>
<p>Menschen bewegen sich bereits freiwillig auf verschiedenen Online-Plattformen und drücken sich dort aus. Ein unternehmensgetriebenes Community Management kann hier bereits anfangen zu wirken. Gerne zeigt das Team von Network Relations  Ihnen, wie man im Unternehmen so einen Prozess organisieren kann und welche Ergebnisse dort potenziell zu erwarten sind.</p>
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		<title>Social Media vs. Kampagne</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 12:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Panter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immer häufiger lese ich davon, dass Unternehmen oder Berater so genannte Social Media Kampagnen durchführen, durchgeführt haben oder durchführen wollen. Immer wieder stimmt mich das verwundert, denn Social Media ist ja primär ein Dialog-Medium und keine Versende-Medium. Sinn und Zweck von Kampagnen ist nach meinem Verständnis jedoch die gezielte Versendung von Informationen, also der monodirektionale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer häufiger lese ich davon, dass Unternehmen oder Berater so genannte Social Media Kampagnen durchführen, durchgeführt haben oder durchführen wollen. Immer wieder stimmt mich das verwundert, denn Social Media ist ja primär ein Dialog-Medium und keine Versende-Medium. Sinn und Zweck von Kampagnen ist nach meinem Verständnis jedoch die gezielte Versendung von Informationen, also der monodirektionale Ansatz.</p>
<p>Ich persönlich glaube nicht an Social Media Kampagnen mit dem Ziel der reinen Informationsverbreitung. Das ist Werbung. Es funktioniert einfach nicht. Zumindest nicht, wenn man sich die eigentlichen Stärken dieser Medien zu Nutze machen möchte. Der Begriff der Kampagne ist dabei vielleicht auch nur missbräuchlich genutzt und passt so wunderbar in das &#8220;alte&#8221; Agenturdeutsch, in dem auch noch mit Pageimpressions und TKP&#8217;s einen Blumentopf gewinnen konnte. In Zeiten von Social Media heißen Blumentöpfe Blumenkübel und die Messgrößen sind wesentlich valider als es ein Seitenaufruf jemals sein kann. Ähnlich verhält es sich mit dem Einsatz von Social Media im Unternehmen. Reines Versenden von Informationen ist out, Dialog und Kundennutzen sind in.</p>
<p><strong>Gute Strategien für Social Media leben vom Fokus auf Dialog<br />
</strong>Anders als es ein Kampagnengedanke vermitteln kann, setzen die meisten funktionierenden Social Media Strategien auf Dialogaspekten auf. Das Unternehmen tritt dabei mit einer interessierten Öffentlichkeit in Kontakt und bietet barrierearme Ansprechpunkte für unterschiedliche Interessen. Wesentlich für den Erfolg dieser neuen Kommunikationskanäle ist die Relevanz für die avisierte Zielgruppe.</p>
<p>Verständlich und nachvollziehbar ist der Wunsch über die neuen Kanäle nicht nur ansprechbar zu werden, sondern zusätzlich eigene wichtige Informationen zu versenden. Hier ist sicher ein Bestandteil enthalten, dem man auch in einem klassischen Campaigning umsetzen würde. Anders jedoch als im bisherigen Ansatz des Broadcastings, bzw. der Multiplikation über reichweitenstarke Medien (One to Many-Strategie), würde man diese Bestandteile in einer strategisch gut geplanten Social Media Maßnahme anders ein- und umsetzen. Hier stehen ganz andere Reichweitengrößen im Vordergrund und es sind auch andere Effekte zu erwarten. Ist Broadcasting perfekt geeignet beispielsweise ein Massenprodukt schnell abzuverkaufen, so wird Social Media mit dieser Aufgabenstellung scheitern.</p>
<p><strong>Die Stärke von Social Media sind Beziehungen<br />
</strong>Wer als Unternehmen den Mut und die Ausdauer hat, über viele One-to-One-Kontakte gute Beziehungen zu seinen Kunden aufzubauen, der verfolgt langfristige Ziele. Und hier ist der wahre Wert von Social Media verborgen. Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Empfehlungen sind viel mehr Wert als die Summe einer durch eine Kampagne bevölkerten Facebook-Unternehmensseite. Gerade das letzte Beispiel ist eine der derzeit am häufigsten praktizierten Maßnahmen, die in Verbindung mit Social Media betrieben wird. Fangenerierung für Fanpages, um dann wiederum an diese teuer erkauften Fans Kampagneninhalte versenden zu können. Vielleicht erkennen Sie es, dieser Ansatz ist so etwas wie eine Self-fullfilling-Prophece: Hab ich erst mal viele, dann kann ich diese gut mit Informationen versorgen. Das war bei Adressdatenbanken und Post-Mailings ungefähr das gleiche Prinzip. Und es gibt Aussicht auf die zukünftig zu erwartende Response-Quote von ungefähr 2 Promille.</p>
<p>Neu ist dabei, dass der Fan, Werbeempfänger, Teilnehmer sich wehren kann. Wenn viele sich wehren oder beschweren, dann wird es für das betroffene Unternehmen ungemütlich – zumindest wird es so empfunden. Interessant ist dabei, dass sich diese öffentlichen Reaktionen viel häufiger auf falsch empfundenes, nicht mediengerechtes Verhalten beziehen, als auf die eigentlichen Werbebotschaften. Es sei denn, diese sind ganz und gar ohne Relevanz für den Empfängerkreis oder sie beinhalten ethisch fragwürdige An- und Absichten.</p>
<p><strong>Menschen wollen ernst genommen werden<br />
</strong>Wer Social Media Kanäle betreibt sollte sich bewusst sein, dass er Kommunikation zwischen einzelnen Menschen ermöglicht. Genauso wenig, wie diese am Telefon oder im persönlichen Gespräch etwas vorgemacht bekommen wollen, wollen Sie es im Bereich der sozialen Medien. Auch hier versagt der Kampagnengedanke. Ich behaupte, Menschen wollen schließlich mit Menschen kommunizieren und nicht mit anonymen Unternehmens-Accounts. Menschen wollen sich mit Menschen über Leistungen, Produkte und Unternehmen austauschen. Das erzeugt Transparenz. Wer hier mitspielen kann, der hat gute Karten noch lange am Markt ein Wort mitzureden. Wer jedoch etwas vorgibt zu sein, was er nicht ist &#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sie sind zu spät, der Social Media Hype ist vorbei.</title>
		<link>http://www.wirtschaftsfaktor-sprache.de/sie-sind-zu-spaet-der-social-media-hype-ist-vorbei/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 10:12:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Panter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Gott, Sie machen noch Social Media? Wo sind wir denn? Heute ist es doch Standard, dass man eben mal mit dem iPhone oder Blackberry jongliert und hier oder da die heißesten News aus dem Netz zieht. Fotoupload bei Facebook, bei Twitpic eben aus der Situation heraus &#8211; alles Schnee von gestern. &#8216;Tschuldigung, da haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Gott, Sie machen noch Social Media? Wo sind wir denn? Heute ist es doch Standard, dass man eben mal mit dem iPhone oder Blackberry jongliert und hier oder da die heißesten News aus dem Netz zieht. Fotoupload bei Facebook, bei Twitpic eben aus der Situation heraus &#8211; alles Schnee von gestern. &#8216;Tschuldigung, da haben Sie wohl einen der wichtigen Trends verpasst.</p>
<p><strong>Social Media was ist das eigentlich (gewesen)?<br />
</strong>Social Media hat die Idee soziale Beziehungen in internetgestützten Anwendungen abzubilden. Da kann man Freundschaften oder Geschäftskontakte sehen und nachverfolgen (bspw. bei <a title="Xing" href="http://www.xing.com">Xing</a>, <a title="LinkedIn" href="http://www.linkedin.com">LinkedIn</a>, <a title="Facebook" href="http://www.facebook.com">Facebook</a>, <a title="Plaxo" href="http://www.plaxo.com">Plaxo</a> und anderen). Da kann man im Dialog Informationen austauschen oder auch nur still mitlesend aufsammeln (bspw. bei Twitter oder in der Gruppenebene von Social Networks, in Blogbeiträgen und deren Kommentaren). Da kann man sich vortrefflich streiten (bspw. in der <a title="Politikgruppe bei Xing" href="https://www.xing.com/net/pria07cd6x/politik">Politikgruppe bei Xing</a>). Da kann man neue Kontakte kennen lernen und live treffen (bspw. bei verschiedenen Gruppentreffen, Tweetups, FaceUps, Bar-Camps, Unkonferenzen und und und). Da kann man seine Umwelt unkompliziert über sein Leben auf dem laufenden halten (bspw. <a title="Twitter" href="http://www.twitter.com">Twitter</a>, <a title="Facebook" href="http://www.facebook.com">Facebook</a>). Da kann man andere Menschen zu ihren Erfahrungen fragen und erhält vielleicht wertvolle Tipps und Empfehlungen. Da kann man seine neusten Urlaubsfotos und -Videos veröffentlichen (bspw. bei <a title="Youtube" href="http://www.youtube.com">YouTube</a>, <a title="Facebook" href="http://www.facebook.com">Facebook</a>, <a title="Flickr" href="http://www.flickr.com">Flickr</a>). Und da kann man so unglaublich viele andere Dinge tun, erleben und erfahren, das man sich an das Leben erinnert fühlt, das man in seiner Wohnung, an seinem Arbeitsplatz oder auch beim einkaufen im Supermarkt führt. Mal mehr und mal weniger öffentlich einsehbar.</p>
<p><strong>Social Media bedeutet heute Normalität<br />
</strong>Wurde vor kurzem noch propagiert, dass nur die Digital Natives bereits den ultimativen Zugang zum Social Web haben, so ist heute festzustellen, dass &#8220;die anderen&#8221; mächtig aufholen. Meine Eltern informieren sich regelmäßig im Internet. Mit meinen Geschwistern halte ich trotz hunderten Kilometern Abstand einen Informationsfluss aufrecht, den es vorher nicht gab. Und über Produkte, Unternehmen und Leistungen informiere ich mich heute eh im Internet. Ist doch klar. Neu ist vielleicht, dass ich das seit jetzt 2 Jahren auch mit einem mobilen Endgerät mache, meinem <a title="Definition Smartphone" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Smartphone">Smartphone</a>. Und auch mein Computer begleitet mich auf fast allen meinen Wegen, denn die Leistungskraft, die ich benötige passt heute hervorragend in ein Notebook.</p>
<p><strong>Das Social Web von heute ist die Normalität von morgen<br />
</strong>Ist also bereits heute das Social Web ganz normal? Naja, noch nicht ganz normal. Jedoch, wenn man sich jedoch die Entwicklungsgeschwindigkeit anschaut, mit der Dinge, wie mobiles Web, iPhone und Laptops in das tägliche Leben eindringen und dort neuen Nutzen stiften, dann dauert es wirklich nur noch einige Tage, bis das alles ganz normal ist. Das kann man auch schön an der Entwicklung mobiler Telefonie nachvollziehen. Gab es Anfangs nur wenige C-Netzapparate in ausgewählten Luxuslimousinen, so ist es heute Standard ein Handy zu besitzen. Und der Schritt vom Handy zum <a title="Definition Smartphone" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Smartphone">Smartphone</a> mit Internetanbindung ist es nur eine Vertragsverlängerung entfernt.</p>
<p>Wann treffen wir uns im Web?</p>
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		<title>Das Netz regiert mit</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 11:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Panter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Network Relations]]></category>

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		<description><![CDATA[Politische Meinungsäußerung und damit verbunden die politische Meinungsbildung hat immer öfter etwas mit Internet zu tun. Da liest man in der FAZ beispielsweise von einem Blogger, der den Bundespräsidenten zum Rücktritt bewegt hat (Zum Artikel). Oder man liest bei Twitter jede Menge über die anstehende Wahl für den Nachfolger im Amt des Bundespräsidenten. Die einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Politische Meinungsäußerung und damit verbunden die politische Meinungsbildung hat immer öfter etwas mit Internet zu tun. Da liest man in der FAZ beispielsweise von einem Blogger, der den Bundespräsidenten zum Rücktritt bewegt hat (<a title="FAZ: Ist Köhler von einem Blogger gestürzt worden?" href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E4221A6EC514842CA96A7C39645451AC4~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Zum Artikel</a>). Oder man liest bei Twitter jede Menge über die anstehende Wahl für den Nachfolger im Amt des Bundespräsidenten. Die einige Zeit diskutierte Kandidatin der CDU, Ursula von der Leyen wurde im Internet für ihr Engagement beim Zugangserschwerungsgesetz abgestraft. Man erinnert sich noch gut an Zensursula &#8211; so ihr Spitzname aus dieser Zeit. Der Medienwissenschaftler Prof. <a title="Peter Kruse bei Twitter" href="http://twitter.com/peter_kruse">Peter Kruse</a> formuliert es bei Twitter so <em>&#8220;Nach der ersten Überraschung über die eigene Wirkungskraft erproben die Netze nun gezielt ihre politische Macht.&#8221;</em></p>
<p>Aktuell politisiert das Netz über die beiden tatsächlichen nominierten Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten, Christian Wulff und Joachim Gauck. Letzterem fliegen vielerorts im Internet die Sympathien zu. Ein Charakterkopf, den man gefahrlos toll finden darf. Auch, weil die Oppositionsparteien recht geschickt direkt und indirekt das Meinungsbild in den sozialen Medien steuern. Dem CDU-Mann Christian Wulff sagt man etwas Farblosigkeit nach, das merkt man nun auch im Netz. Und dass, obwohl er sehr interessiert an den neuen Medien und deren Einsatz ist. Er hat keine Internetlobby, bzw. zumindest keine prominenten Webfürsprecher.</p>
<p><strong>Internet ist Revolution?</strong><br />
Gauck ist grad schick im Netz, das merkt man auch an Einzelaktionen bislang nicht politisch in Erscheinung getretener Personen. So einer ist zum Beispiel <a title="Thomas Pfeiffer bei Twitter" href="http://twitter.com/codeispoetry">Thomas Pfeiffer</a>, der sich bislang durch seine statistischen Auswertungen rund um das Themenfeld der deutschsprachigen Twitterer auf sich aufmerksam gemacht hat. Im Stile eines Che Guevara präsentiert Pfeiffer einen digitalen Gauck, der durch Bekenntnisse bei Twitter mit den Profilfotos der Bekenners um einen Mosaikbaustein erweitert wird (<a title="Der gute Tweet: My Gauck" href="http://der-gute-tweet.de/mygauck/">Aktion &#8220;My Gauck&#8221;</a>). Es hat den Geschmack von Revolution, der im Internet gerne instrumentalisiert wird. Eine Gratwanderung zwischen Meinungsmache und eigener Profilierung. Und bei dieser Vorlage wundert es nicht, dass im Internet bekannte SPD-Anhänger, wie beispielsweise der Hamburger <a title="Nico Lumma bei Twitter" href="http://twitter.com/nico">Nico Lumma</a>, nun auf das bereits gesattelte Pferdchen aufspringen (<a title="Blog wir für Gauck" href="http://www.wir-fuer-gauck.de">Blog: Wir für Gauck</a>). Und das, obwohl genau jener Nico Lumma zuerst sehr konstruktiv fragte <em>&#8220;Wenn &#8220;wir&#8221; GEGEN von der Leyen als Bundespräsidentin sind, FÜR wen sind &#8220;wir&#8221; dann?&#8221;</em></p>
<p><strong>Parteien sollten das Internet ernst nehmen</strong><br />
Die Diskussion um die Kandidaten zeigt wie sichtbar politische Themen im Internet diskutiert werden. Das Web kann ein guter Gradmesser für ein Meinungsbild sein, muss es aber nicht, denn immer noch sind viele Menschen nicht täglich im Internet, geschweige denn an solchen Diskussionen beteiligt. Die Kraft liegt im Dialog. Es gelten dabei nahezu die gleichen Regeln, wie für Unternehmen, wenn diese Social Media für sich einsetzen möchten. Erst zuhören, dann mitreden. Wer nicht von vorne herein durchfallen möchte, für den ist es unabdingbar die Menschen im Internet ernst zu nehmen. Die vergangene Regierungskoalition aus CDU und SPD tat dies zum Beispiel nicht und ignorierte die vorgetragene Kritik rund um das Zugangserschwerungsgesetz konsequent. Ein politisches Opfer im Nachhinein ist nun Ursula von der Leyen (siehe oben).</p>
<p><strong>Das Netz ist politisch</strong><br />
Transparenz von Meinungen ermöglicht es heute politische Trends zu bestärken und zu schwächen. Aber auch ohne das Netz sind die jeweiligen Meinungen in der Bürgerschaft manifestiert. Man staunt häufiger, wie klar die Gedanken vieler Bürger in Bezug auf politische Themen sind. Da wird nicht nur eine vorgegebene Meinung der Medien wiedergegeben, auch, wenn diese beispielsweise durch eine große Tageszeitung mundgerecht aufbereitet worden ist. Ein großer Teil unserer Bevölkerung macht sich eigene Gedanken über die politischen Ziele unseres Landes.</p>
<p>Nur, es hört Ihnen niemand zu. Die Reichweite ist zu gering. Politische Macht hat nur der, der Reichweite hat &#8211; so könnte man es zusammenfassen. Diese Reichweite wird nun durch das Internet möglich. Ist das eine Erkenntnis, der sich die Politik nun anpassen muss?</p>
<p>Was meinen Sie?</p>
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		<title>Schönes neues Facebook</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 20:15:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Panter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Network Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
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		<description><![CDATA[Facebooks Wachstum ist ungebrochen, seit kurzem gibt eine neue Benutzeroberfläche. Dies war Anlass für Philipp Kemper (Twitter: @wattnditte) einen genaueren Blick auf Facebook zu werfen. Schönes neues Facebook Zur digitalen Morgentoilette meldete ich mich heute morgen bei Facebook an. Und was sehe ich da? Alles schön, alles neu: Eine überarbeitete Navigation &#8211; praktisch. Eine neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" title="Philipp Kemper" src="http://www.network-relations.de/wp-content/uploads/2010/02/kemper.jpg" alt="Philipp Kemper" width="139" height="129" /></p>
<p><em>Facebooks Wachstum ist ungebrochen, seit kurzem gibt eine neue Benutzeroberfläche. Dies war Anlass für </em><a href="http://de.linkedin.com/in/philippkemper" target="_blank"><em>Philipp Kemper</em></a><em> (Twitter: </em><a href="http://twitter.com/wattnditte" target="_blank"><em>@wattnditte</em></a><em>) einen genaueren Blick auf Facebook zu werfen.</em></p>
<p><strong>Schönes neues Facebook<br />
</strong>Zur digitalen Morgentoilette meldete ich mich heute morgen bei Facebook an. Und was sehe ich da? Alles schön, alles neu: Eine überarbeitete Navigation &#8211; praktisch. Eine neue Spieleseite: übersichtlich. Eine klare Unterscheidung zwischen Nachrichten von Menschen und Spam von Spielen: endlich.</p>
<p><a href="http://www.network-relations.de/wp-content/uploads/2010/02/01_home.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-687" title="Facebook: Neue Homepage" src="http://www.network-relations.de/wp-content/uploads/2010/02/01_home-300x181.png" alt="" width="300" height="181" /></a></p>
<p>Um im Web 2.0 nicht hinten runterzufallen nehme ich mir ein paar Minuten, um die Änderungen und den digitalen Tag mit einem gehaltvollen Status-Update zu kommentieren. Kurz darauf erreicht mich eine Flut von neidvollen Kommentaren. In diesem Moment wird mir klar, dass ich Facebook-VIP bin. Ich gehöre zu den privilegierten 20%, die das neue Design zuerst zu sehen bekommen. Keiner meiner Freunde hat das neue Design. Status-Neider stellen eilig ihr Profil auf Englisch um aber auch das bringt nichts. Gnädig poste ich einen Screenshot. Auf der folgenden Kommentarwelle surfe ich in den digitalen Sonnenaufgang der Netzwerkelite.</p>
<p><strong>Aus Hannover wird Paris<br />
</strong>Anlass genug, mal einen genaueren Blick auf Facebook, den Big Mac unter den Social Networks zu werfen. Auf der Burda-Digitalkonferenz verkündete Facebook-Gründer Zuckerberg Anfang 2009 stolze Zahlen: Innerhalb eines Jahres ist Facebook in Deutschland von 500.000 auf 2 Millionen Mitglieder gewachsen. Quasi so, als wenn Hannover innerhalb eines Jahres zum Paris in Niedersachsen wächst. Das Wachstum verläuft auch nicht gradlinig, ganz im Gegenteil, es beschleunigt sich zunehmend.</p>
<p><em>Anm. des Autors, 12.2.2010: Wie Facebook gestern <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2010/02/11/facebook-eroeffnet-niederlassung-in-deutschland.aspx" target="_blank">bekannt gab</a></em><em>, wuchs Facebook in Deutschland innerhalb des vergangenen Jahres von 2 Millionen auf 7.5 Millionen &#8211; aus Paris wird London.</em></p>
<p><strong>Bald jede(r) Zweite<br />
</strong>Auch weltweit hat Facebook die Nase ganz weit vorn. Sheryl Sandberg gab auf dem World Economic Forum in Davos bekannt, dass Facebook nun auf <a href="http://www.techcrunch.com/2010/02/01/facebook-coo-sheryl-sandberg-world-economic-forum-davos/">400 Millionen Mitglieder</a> angewachsen sei. Von denen melden sich täglich 175 Millionen an. Mitte 2010 sei der nächste Meilenstein erreicht: Dann werden sich innerhalb eines Monats 500 Millionen Nutzer bei Facebook anmelden. Das ist immerhin jeder zweite internetbefähigte Erdenbürger. Das sind eindrucksvolle Zahlen.</p>
<p><strong>Social Networks – das neue „Internet“?<br />
</strong>Facebooks Reichweite ist extrem. Selbst Internetgigant Google gerät da zunehmend unter Druck: Zum Jahreswechsel wurde bekannt, dass Facebook erstmalig mehr Besucher als Google verzeichnen konnte. Das schlägt sich auch deutlich in den Online-Anzeigen Budgets wieder, der Anteil der Social Networks hat sich in einem Jahr <a href="http://blog.nielsen.com/nielsenwire/online_mobile/social-networking-and-blog-sites-capture-more-internet-time-and-advertisinga/" target="_blank">verdoppelt</a>. In Australien ist es bereits eine Tatsache: Social Networks haben den Suchmaschinen <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/google_facebook_social_networking_search.php" target="_blank">den Rang abgelaufen</a>. Kann man da eigentlich noch von einem Internet sprechen? Wohl eher ein Konglomerat von Intranets, zu denen ich mich jeweils beim Betreiber anmelden muss.</p>
<p><strong>Warum Facebook?<br />
</strong>Es stellt sich die Frage, was Facebook zu diesem Wachstum verhilft. Aus Benutzersicht: Facebook macht dem Ottonormalsurfer den digitalen Alltag leichter. Email, Chat, Diskussionsforen.Veröffentlichen von News, Fotos, Videos. Spiele. Gruppenkalender und Adressbuch. Facebook macht das alles einfach. Kein Handbuch, kein Support-Hotline. Das meiste erklärt sich selbst, der Rest wird von anderen erklärt. Was braucht man mehr? Nichts. Naja, vielleicht noch ein &#8220;Facbook für Business&#8221;, um Berufliches und Privates zu trennen. In Deutschland vielleicht auch zwei.</p>
<p><strong>PAI: Abschaffung der Privatsphäre<br />
</strong>Bei aller Benutzbarkeit hat es Facebook seinen Nutzern nicht leicht gemacht. Mehrfache Änderungen des Newsfeeds auf der Homepage verärgerten viele, der Ärger verflog aber schnell. Erstaunlicher: Die Änderung der Datenschutzbestimmungen ging im gemeinschaftlichen Sozial-Taumel unter. Erstaunlich, da sie zur Abschaffung der Privatsphäre auf Facebook führte. Klar, die Einstellungsseite für Privatsphäre ist jetzt viel übersichtlicher. Liegt daran, dass es weniger Einstellungsmöglichkeiten gibt. Wo ist die Einstellung hin, dass Applikationen nicht mehr auf meine Daten zugreifen können? Die gibt es nicht mehr. Stattdessen gibt es neuerdings <a href="http://www.thetechherald.com/article.php/200951/4938/Facebook-s-new-privacy-settings-introduce-PAI-to-the-Internet" target="_blank">PAI: &#8220;publicly available information&#8221;</a>. Zu Deutsch: Öffentlich verfügbare Information. Profilbild, Status, Freundesliste, Fanpages, Email-Adresse usw. gehören nicht mehr den Nutzern, sondern sind für alle da. Abschaffung der Privatsphäre? Laut Gründer Zuckerberg ist Privatsphäre eine <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/facebook-boss-sagt-tschuess-zur-privatsphaere/" target="_blank">&#8220;alte Konvention&#8221;</a> und somit nicht mehr zeitgemäß. Ähnlich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=A6e7wfDHzew">äußerte</a> sich ja bereits Google CEO Eric Schmidt: &#8220;Wenn Sie etwas tun, was niemand wissen soll, dann sollten Sie es vielleicht nicht tun&#8221;.</p>
<p><strong>Das digitale Kurzzeitgedächtnis<br />
</strong>20% der Nutzer sehen das neues Facebook, das sind 80 Millionen User. Da verfliegt jegliche Elite-Stimmung schnell. Doch was verschafft mir die Ehre? Nach welchen Kritierien wird ausgewählt? Reiner Zufall? Dank der allgegenwärtigen Informationsüberflutung werden meine Sorgen bald weggewaschen sein. Genau so wie es damals, nach der Einführung von Google Earth und Google Street-View. Die fortschreitende Abschaffung der Privatsphäre in den sozialen Netzwerken ist besorgniserregend und erfordert neben Beobachtung Auseinandersetzung.</p>
<p>Zur Zerstreuung eventueller Sorgen nun abschließend noch ein paar Leckerbissen für diejenigen, die das neue Design noch nicht kennen. Vielen Dank an dieser Stelle an <a href="http://de.linkedin.com/in/folkerenken" target="_blank">Folke Renken</a> für die Erstellung des Screencast.</p>
<p>[vimeo 9253041]</p>

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		<title>Marco Ripanti: Das Netz lebt seit jeher von Offenheit</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 17:14:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Panter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Network Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauensbildung]]></category>
		<category><![CDATA[YIID]]></category>

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		<description><![CDATA[In unregelmäßigen Abständen befragt Network Relations Fachleute, Trendsetter, Forscher und Mitmacher aus dem Bereich Social Media. Diesmal sprechen wir mit Marco Ripanti, Inhaber der Agentur Ekaboo und Chef der Internetplattform YIID über das Thema Offenheit, Schutz der Privatsphäre und Datenschutz in Sozialen Netzwerken. YIID wurde übrigens für die INTERNET WORLD Business-Idee 2010 nominiert. Network Relations: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In unregelmäßigen Abständen befragt Network Relations Fachleute, Trendsetter, Forscher und Mitmacher aus dem Bereich Social Media.</p>
<p>Diesmal sprechen wir mit <strong>Marco Ripanti</strong>, Inhaber der Agentur Ekaboo und Chef der Internetplattform YIID über das Thema Offenheit, Schutz der Privatsphäre und Datenschutz in Sozialen Netzwerken. YIID wurde übrigens für die  <a title="Internet World Business Idee 2010" href="http://www.internetworld.de/business-idee/ansicht/19/Yiid">INTERNET WORLD Business-Idee 2010</a> nominiert.</p>
<p><strong>Network Relations: Herr Ripanti, der Gründer von Facebook, Mark Zuckerberg, sorgte Anfang dieses Jahres für Wirbel, als er das Ende des Datenschutzes ausrief (<a title="SPON: Facebook-Boss nennt weniger Datenschutz zeitgemäß  " href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,671083,00.html">Quelle</a></strong><strong>). Wie haben Sie diese Diskussion erlebt?</strong></p>
<p>Marco Ripanti: Zuckerberg hat sich sicherlich keinen Gefallen getan mit seinen Äußerungen. Die Kontroverse um Facebooks veränderte Privatsphäreneinstellungen kochte ja bereits seit Ende des vergangenen Jahres hoch und erzeugte ein überaus negatives Echo, sowohl bei den Usern, als auch in den Medien. Dass sich Zuckerberg dann in einem Interview so aus der Reserve locken lässt und eine, in meinen Augen mehr als lapidare Begründung für die Offenlegung von ungeheuren Mengen an  User-Informationen abliefert, zeugt nicht gerade von Feinfühligkeit für das aktuelle öffentliche Meinungsbild. Natürlich muss man auf der anderen Seite berücksichtigen, dass Facebook niemanden dazu zwingt, den Suchmaschinen Einblick in sein Profil zu gewähren. Dies lässt sich über die Einstellungsmenüs ja wieder korrigieren. Was die Sache wirklich problematisch macht und einen längeren Nachhall erzeugt, ist der vermittelte Eindruck, Zuckerberg und Facebook wüssten, wohin sich soziale Normen bewegen. Das wirkt anmaßend und spricht dem Netzwerk bzw. seinen Betreibern eine Bedeutung zu, die ich für übertrieben halte. Die Bedürfnisse und durchaus vorhandenen Befürchtungen und Ängste vieler User dürfen nicht mit dem Glauben an einen „allgemeinen Trend“ einfach abgebügelt werden. Anders ausgedrückt: Die Änderung der Privatsphäreeinstellungen auf Facebook hätte „demokratischer“ durchgeführt und der Öffentlichkeit mit einer fundierteren Begründung präsentiert werden müssen. Getreu dem Motto: “You don&#8217;t own a community“.</p>
<p><strong>Wie betrachten Sie die Problematik mit der neuen Offenheit im Netz? Bzw. ist es überhaupt eine Problematik?</strong></p>
<p>Zunächst stellt sich die Frage, was ist die neue Offenheit überhaupt? Das Netz lebt seit jeher von Offenheit, kreativen Synergien, Wissensaustausch und der Überwindung von Grenzen. Der daraus entstandene Nutzen für die Menschen ist zweifelsohne gewaltig, im beruflichen wie privaten Sektor. Was wir aktuell erleben und sich am ehesten als neue Offenheit beschreiben lässt, ist für mich die zunehmende Möglichkeit, zwischen Plattformen zu interagieren und diese miteinander zu vernetzen. Mit wenigen Klicks ist es mir nun möglich, mehrere Netzwerke mit meinen Statusupdates zu füttern, Kontakte zu importieren oder Bekannte in weiteren Netzwerken zu finden. Der Zugang zu Einzelpersonen ist darüber hinaus so leicht wie nie zuvor. Bestes Beispiel dafür ist sicherlich die Flut an Prominenten, an deren Leben man jetzt bei Twitter fast aus nächster Nähe teilhaben kann.</p>
<p><strong>Wie beurteilen Sie in diesem Zusammenhang den Wunsch nach Abgrenzung – heißt, im realen Leben teilt man auch nicht alle Informationen mit jedem – wie organisiert man das im Web?</strong></p>
<p>Jedem Skeptiker sei gesagt, dass das Internet einen nicht zwingt, Informationen mit Dritten zu teilen. Das scheint momentan gerne in Vergessenheit zu geraten. Es bleibt immer noch meine eigene Entscheidung, ob und wie aktiv ich mich im Netz präsentiere und wie ich Privatsphäre persönlich definiere. Wer ein starkes Mitteilungsbedürfnis hat, kann seine Präferenzen genauso ausleben, wie jemand, der eher zurückhaltend ist und lieber eine Beobachterperspektive einnehmen möchte. Es gilt also, für sich die richtige Art der Teilnahme festzulegen. Was möchte ich eigentlich im Netz erreichen, wie möchte ich mich präsentieren, wo liegen meine Interessensschwerpunkte? Diese Fragen sollten beantwortet sein, dann steht einer angenehmen „Netzexistenz“ nichts im Wege. Zusätzlich sollte man über die Netzwerke, an denen man teilnimmt im Bilde sein, sich mit den Privatsphäreeinstellungen vertraut gemacht haben und diese nach eigenem Ermessen nutzen. Um noch einmal auf Facebook und Twitter zurückzukommen: Gerade in diesen beiden, teils heftig für ihre Offenheit kritisierten Social Networks zeichnet sich eine prägnante Veränderung der Netzwerk-Kultur ab, nämlich der Austausch von Nachrichten und Ereignissen aus dem globalen Rahmen. Die persönliche Statusmeldung wird oftmals als Nachrichtenmedium mit Verweis auf andere Quellen genutzt und weniger zur direkten Interaktion mit Bekannten und Freunden. Die preisgegebene Information enthält also oftmals weit weniger Erkenntnisse über den Veröffentlichenden selbst, als man vermuten würde.</p>
<p><strong>Sie bieten selbst mit YIID ein Produkt an, was im weiteren Sinne diese Problematik bedient. Welche Philosophie verfolgen Sie dabei?</strong></p>
<p>YIID ist ein sehr vielschichtiges Projekt, das in der Tat mit den gerade diskutierten Problemen zu tun hat. Die Idee hinter YIID ist im Grunde jedoch denkbar einfach: Wir bewegen uns im Netz meist auf einer Vielzahl von Plattformen und stellen uns dementsprechend passend zu dem im jeweiligen Netzwerk herrschenden „Kodex“ dar.  Wie wäre es, alle Online-Identitäten eine Users auf einer einzigen Seite zusammenzubringen? Auf <a title="YIID – YourInternetID" href="http://www.yiid.com">www.yiid.com</a> bekommt der Besucher ein Profil mit einer festen Internetadresse zugewiesen, die gleichzeitig über die sogenannte OpenID Authentifizierung auf anderen Seiten zur Anmeldung verwendet werden kann. Dieses Profil funktioniert wie eine elektronische Visitenkarte. Ich gebe Informationen über mich an und kann auf dieser Visitenkarte sämtliche von mir genutzte Internet Communities anzeigen lassen. YIID bündelt also  zahlreiche Onlineprofile und ermöglicht mir gleichzeitig, mich barrierenfrei im Netz zu bewegen, ohne ständig neu Profildaten eingeben zu müssen. Zusätzlich bieten wir dem Nutzer ein Archiv von mittlerweile über 1000 Social Networks, die man passend zu den eigenen Interessen durchforsten und nutzen kann.</p>
<p><strong>Was meinen Sie, wie sollte man die Datenschutzproblemtik lösen und wie wird sie vermutlich tatsächlich durch die Politik gelöst?</strong></p>
<p>Die Datenschutzproblematik ist von einer solchen Komplexität, dass man als Einzelperson unmöglich eine umfassende Bewertung dazu abgeben kann. Sicherlich sollte jeder die  Möglichkeit bekommen, Herr über seine Daten zu sein. Wie das letztlich technisch umgesetzt wird, obliegt den jeweiligen Anbietern der Dienste. Ich persönlich befürchten allerdings, dass die Politik gerade in Deutschland versuchen wird, den Anbietern vorzuschreiben, wie eine solche Realisierung von Maßnahmen auszusehen hat, was  im Gegensatz zu meiner Vorstellung von einem offenen Web steht. Statische Mechanismen und Richtlinien sind &#8211;  bei allem Respekt vor dem Datenschutz – immer auch eine Gefahr für die freie Entwicklung im Internet. Wir stehen also vor einem sehr schwierigen Grenzgang zwischen dem notwendigen Schutz von personenbezogenen Daten und einer möglichen Einschränkung der Entwicklungsfreiheit.</p>
<p><strong>Vielen Dank für Ihre Gedanken, wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ekaabo und YIID!</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Weitere Informationen über Marco Ripanti finden Sie hier:</p>
<p><a title="Marco Ripanti bei Xing" href="https://www.xing.com/profile/Marco_Ripanti">https://www.xing.com/profile/Marco_Ripanti</a><br />
<a title="Marco Ripanti bei LinkedIn" href="http://de.linkedin.com/in/ripanti"> http://de.linkedin.com/in/ripanti</a></p>
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		<title>Auf ein Neues</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 12:12:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Panter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Network Relations]]></category>

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		<description><![CDATA[Wirtschaftsfaktor Sprache und Network Relations® wünschen ein tolles neues Jahr mit vielen positiven Überraschungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wirtschaftsfaktor Sprache und Network Relations® wünschen ein tolles neues Jahr mit vielen positiven Überraschungen.</p>
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