Informations-Elite tummelt sich in sozialen Medien

Roland Panter | Donnerstag, Januar 8th, 2009 | No Comments »

Das das Internet die Informationsflüsse nachhaltig verändert hat, ist unbestritten. Seit dem Boom der sozialen Medien verändert sich der Informationskonsum jedoch noch einmal nachhaltig. Die Informations-Elite ist dabei nicht nur Konsument, sondern auch Informationsproduzent. Gerade im Umfeld der Blogs entstehen stetig neue Trends, die sich als eine Art der zeitgenössischen Literatur ihren Weg suchen. Und die Leserzahlen steigen stetig. 

Hatte Literatur in den vergangenen Jahrzehnten noch den Anspruch als dickes Buch daher zu kommen, so zeigen gerade die Blogs, das es auch anders geht. Dank der tagebuchähnlichen Struktur von Blogs gibt es immer wieder eine neue Folge für die Leser. Das bedeutet zugleich, das man als Blog-Autor immer wieder bei seiner Leserschaft präsent ist. Es setzt einen als Autoren jedoch auch unter den Zwang regelmäßig neue Texte zu liefern.

Aber zurück zur Informations-Elite. Sie zeichnet sich aus durch das stetige aufsaugen von Informationen. Aber auch dadurch, das erworbenes Wissen geteilt wird. Im Microbloggingdienst Twitter zum Beispiel, werden interessante Fundstücke direkt über die Veröffentlichung des Links verbreitet. Aktuelle Meldungen verbrieten sich so innerhalb weniger Minuten, lange bevor TV, Radio und Tageszeitungen darüber berichten. In den Gruppenebenen der sozialen Netzwerke, wie Xing, passiert das Selbe. Wissen wird rasant verbreitet und das nahezu ungefiltert. Entscheidet in klassischen Medien der Journalist über den Informationswert, so entscheidet es in sozialen Medien der Leser. Mit Interesse oder Desinteresse. Mit der Multiplikation von Informationen oder eben nicht. Und vor allem ganz persönlich. Viele Nachrichten werden mit einer persönlichen Meinung versehen und enthalten so bereits eine Empfehlung für den Folgeleser.

Gerade diese persönlichen Empfehlungen bieten  Chancen für Unternehmen. Wer es schafft seine Unternehmensinformationen um die persönliche Empfehlung des Leser anzureichern ist auf einem guten Weg. Um diese Empfehlung zu erhalten, muss die Information tatsächlich Interesse wecken. Sie muss authentisch sein und sollte sich keiner künstlichen Schönfärberei hingeben. Letzteres wird schnell enttarnt und der Effekt schlägt doppelt ins negative um. Und das ebenfalls in einem atemberaubenden Tempo.

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