Öffentliche Wahrnehmung steigt

Roland Panter | Dienstag, Mai 26th, 2009 | No Comments »

Die öffentliche Wahrnehmung von Inhalten in Sozialen Medien steigt. Dies basiert im wesentlichen auf einer engeren Verknüpfung mit anderen Medien. Twitter zum Beispiel aggregiert viele Inhalte aus verschiedenen Quellen. Von Angeboten aus Zeitungen, über neue Beiträge aus Blogs und viele Links auf interessante Artikel durch die Leser selbiger.

Journalisten nutzen Social Media zur Recherche

Zunehmend ist zu beobachten, das auch Journalisten in Social Media Angeboten recherchieren. Nicht erst durch Twitter wurde sichtbar, dass Nachrichten sich inzwischen auch außerhalb der etablierten Nachrichtendienste weltweit verbreiten. Vereinzelt sollen sogar schon Verträge mit den Nachrichtenagenturen gekündigt worden sein, da ein Großteil der Nachrichten die Redaktionen auch auf anderen Wegen erreichen. Und das nahezu ohne Zeitverlust. Wenn auch mit dem Preis verbunden, dass viele Quellen nicht per se glaubwürdig sind. So wurde kürzlich der beliebte und schwer erkrankte Schauspieler Patrick Swayze von vielen Medien für tot erklärt, obwohl es nicht so war. Ursache hierfür war eine Falschmeldung bei Twitter.

Öffentlicher Druck durch Social Media

Einhergehend mit der öffentlichen Wahrnehmung von Themen, die aus dem Bereich der Sozialen Medien kommen, ensteht immer häufiger öffentlicher Druck auf Unternehmen und Regierung. Dies passiert im Regelfall, wenn strittige Themen den Sprung aus dem Internet in die klassischen Medien schaffen. Als Beispiele könnte man die Abmahnung der Deutschen Bahn gegen Netzpolitik.org (Artikel auf Netzpolitik) oder die angedrohte Abmahnung der Agentur KemperTrautmann gegen DubistTerrorist.de nennen (Bericht bei Zeit-Online). Beide Abmahnungen blieben nach der öffentlichen Diskussion folgenlos.

Aber auch brisante Themen, wie die beabsichtigten Internetsperren durch die Politik sind Anzeichen für die zunehmende Bedeutung Sozialer Medien. Gerade im letzten Fall haben fast 100.000 Zeichner einer ePetition es geschafft eine Anhörung vor dem deutschen Bundestag zu erkämpfen (Link zur ePetition). Einhergehend mit bundesweiter Berichterstattung, bis hin zur Tagesschau – ausgehend von gut vernetzten Nutzern Sozialer Medien.

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