Open Social hat höchste Priorität bei Xing

Gestern starteten die ersten Applikationen auf der Open Social Schnittstelle von Xing. Mit „Xing News“ und „Xing-Mitglieder fragen“ gingen die ersten beiden Applikationen in die öffentliche Beta-Test-Phase (Xing Blog-Beitrag zu den beiden neuen Applikationen). Ende Mai soll die ersten externen Funktionen offiziell eingeführt werden.

Der Standard Open Social wurde von Xing mitbegründet. Das von Xing übernommene Unternehmen Socialmedian zeichnet für die beiden jetzt gestarteten Applikationen verantwortlich. Weitere Apps sollen von externen Unternehmen eingebunden werden, so, wie man das schon von Facebook kennt.

Auslandsexpansion in Bezug auf Übernehmensübernahmen gestoppt

Laut dem Mediendienst Kress geht das einher mit einem Stopp der Auslandsexpansion von Xing (Zum Artikel). Xing investiert damit in das Produkt, statt in das weitere globale Wachstum. Das bedeutet einerseits ein klares Bekenntnis zum Standort Europa und zugleich einen Wechsel der Unternehmensstrategie, denn bislang war alles auf maximales Wachstum getrimmt. 

Wechsel der Strategie macht Sinn

Betrachtet man die großen Social Networks, kommt man schnell zu dem Schluss, dass dieser Strategiewechsel sinnvoll sein kann. Das amerikanische Netzwerk LinkedIn, das vom Fokus her ebenfalls auf Businesskontakte zielt, hat große Probleme in Europa. Xing dagegen schafft keine nachhaltige Marktdurchdringung in den USA. Die kulturellen Unterschiede scheinen zu groß. Hier mit weiteren Akquisitionen zu punkten ist schwer. Facebook dagegen gewinnt mit seiner offenen Struktur auch in Europa mehr und mehr Kunden und ist seit langer Zeit das größte Netzwerk der Welt.

Spannend ist die Frage, ob der Strategiewechsel von Xing einen Schritt in Richtung einer Fusion mit LinkedIn bedeuten kann. Was meinen Sie?

Kommentare

One Kommentar zu “Open Social hat höchste Priorität bei Xing”

  1. Rene am 22.05.2009 07:26

    Ich glaube schon, dass seitens Xing der richtige Schritt in die richtige Richtung gemacht wurde, dennoch darf sich Xing nicht auf eine solche kleinere Veränderung ausruhen, sondern muss auch weiterhin daran arbeiten, seine Plattform interessant zu gestalten, damit er sich auch gegenüber seiner Konkurrenz weiterhin bewähren kann.

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