Sie sind zu spät, der Social Media Hype ist vorbei.

Mein Gott, Sie machen noch Social Media? Wo sind wir denn? Heute ist es doch Standard, dass man eben mal mit dem iPhone oder Blackberry jongliert und hier oder da die heißesten News aus dem Netz zieht. Fotoupload bei Facebook, bei Twitpic eben aus der Situation heraus – alles Schnee von gestern. ‘Tschuldigung, da haben Sie wohl einen der wichtigen Trends verpasst.

Social Media was ist das eigentlich (gewesen)?
Social Media hat die Idee soziale Beziehungen in internetgestützten Anwendungen abzubilden. Da kann man Freundschaften oder Geschäftskontakte sehen und nachverfolgen (bspw. bei Xing, LinkedIn, Facebook, Plaxo und anderen). Da kann man im Dialog Informationen austauschen oder auch nur still mitlesend aufsammeln (bspw. bei Twitter oder in der Gruppenebene von Social Networks, in Blogbeiträgen und deren Kommentaren). Da kann man sich vortrefflich streiten (bspw. in der Politikgruppe bei Xing). Da kann man neue Kontakte kennen lernen und live treffen (bspw. bei verschiedenen Gruppentreffen, Tweetups, FaceUps, Bar-Camps, Unkonferenzen und und und). Da kann man seine Umwelt unkompliziert über sein Leben auf dem laufenden halten (bspw. Twitter, Facebook). Da kann man andere Menschen zu ihren Erfahrungen fragen und erhält vielleicht wertvolle Tipps und Empfehlungen. Da kann man seine neusten Urlaubsfotos und -Videos veröffentlichen (bspw. bei YouTube, Facebook, Flickr). Und da kann man so unglaublich viele andere Dinge tun, erleben und erfahren, das man sich an das Leben erinnert fühlt, das man in seiner Wohnung, an seinem Arbeitsplatz oder auch beim einkaufen im Supermarkt führt. Mal mehr und mal weniger öffentlich einsehbar.

Social Media bedeutet heute Normalität
Wurde vor kurzem noch propagiert, dass nur die Digital Natives bereits den ultimativen Zugang zum Social Web haben, so ist heute festzustellen, dass “die anderen” mächtig aufholen. Meine Eltern informieren sich regelmäßig im Internet. Mit meinen Geschwistern halte ich trotz hunderten Kilometern Abstand einen Informationsfluss aufrecht, den es vorher nicht gab. Und über Produkte, Unternehmen und Leistungen informiere ich mich heute eh im Internet. Ist doch klar. Neu ist vielleicht, dass ich das seit jetzt 2 Jahren auch mit einem mobilen Endgerät mache, meinem Smartphone. Und auch mein Computer begleitet mich auf fast allen meinen Wegen, denn die Leistungskraft, die ich benötige passt heute hervorragend in ein Notebook.

Das Social Web von heute ist die Normalität von morgen
Ist also bereits heute das Social Web ganz normal? Naja, noch nicht ganz normal. Jedoch, wenn man sich jedoch die Entwicklungsgeschwindigkeit anschaut, mit der Dinge, wie mobiles Web, iPhone und Laptops in das tägliche Leben eindringen und dort neuen Nutzen stiften, dann dauert es wirklich nur noch einige Tage, bis das alles ganz normal ist. Das kann man auch schön an der Entwicklung mobiler Telefonie nachvollziehen. Gab es Anfangs nur wenige C-Netzapparate in ausgewählten Luxuslimousinen, so ist es heute Standard ein Handy zu besitzen. Und der Schritt vom Handy zum Smartphone mit Internetanbindung ist es nur eine Vertragsverlängerung entfernt.

Wann treffen wir uns im Web?

1 Kommentar

  1. Marco says:

    Prima .. .-)

    Darf ich das noch ein wenig mit Zahlen belegen – http://blog.ripanti.de/2010/07/22/social-media-ist-tot/ :-)

    Grüße
    Marco

    P.S. Was dem Blog sehr gut stehen würde wäre:
    http://wordpress.org/extend/plugins/yiidit/