Social Networks: Facebook mit neuem Look
Roland Panter | Dienstag, März 17th, 2009 | No Comments »Seit kurzem erscheint beim öffnen der Facebook-Seite der Text „Willkommen auf der neuen Startseite. Du betrachtest gerade den Echtzeit-Nachrichtenfluss deiner Freunde und Bekannten“. Damit passt sich Facebook, als erstes der großen Netzwerke, an die Trend zum Microblogging an. Was Twitter vormacht, ist nun auch bei Facebook integriert. Inklusive Twitter, denn über Facebook-Applikationen ist der Twitterfeed ohne Probleme in die Time-Line – so der Fachbegriff für die Echtzeit-Nachrichtenleiste – zu integrieren. Die NZZ-Online schrieb dazu einen interessanten Artikel (Zum Artikel).
Andere Netzwerke bieten Statusmeldungen
Bei fast allen Netzwerken wurde im Laufe des letzten Jahres bereits die Funktion Statusmeldung integriert. Xing ermöglicht zum Beispiel kurze Nachrichten an die Kontakte via Statusmeldung. Allerdings sind dort keine klickbaren Links und auch keine Antwortmöglichkeiten integriert, womit dies eher eine Einbahnstraßenkommunikation bedeutet. Ganz untypisch für Social Media. Ob und wie schnell Xing nachbessern wird, ist abzuwarten. Bislang reagierte das Unternehmen recht schwerfällig auf Innovationen mit vergleichbarem Funktionsumfang.
Social Networks vor dem Wandel
Die noch junge Geschichte der Sozialen Netzwerke steht nun vor den ersten deutlich sichtbaren Veränderungen. Bei Xing merkt man dies unter anderem an einer zunehmenden Verwendung „trendiger“ englischer Begriffe. So wurde im Dezember 2008 aus Terminen das neudeutsche Events. Zusätzlich wurde in der vergangenen Woche der Marketplace umstrukturiert und schlicht zum Bereich Jobs. Mit dem neuen Xing CEO Stefan Groß-Selbeck wird sich vermutlich noch einiges mehr tun, wie die Ankündigungen auf der CeBIT erkennen lassen (Zum Vortrag von Stefan Groß-Selbeck). Das ist notwendig, damit Xing im globalen Wettbewerb der Social Networks bestehen kann. Bislang sind die Chancen nicht schlecht, da das Unternehmen recht exklusiv den businessorientierten Kontaktmarkt bedient.
Der Xing-Wettbewerber LinkedIn strahlt nach Deutschland derzeit eher noch gering aus, trotz einer inzwischen eingedeutschten Version. Im direkten Vergleich ist das Produkt unattraktiver als Xing. Facebook stellt da schon eher eine Alternative durch sein attraktives Angebot an individuellen Erweiterungen.