Social Networks: User geben den Ton an
Gepostet von Roland Panter am 18. Februar 2009 in Social Networks | Kommentare deaktiviert
Aktuell spannendste Notiz aus dem Bereich der Social Networks, ist eine zurückgenommene Änderung der Nutzungsbedingungen von Facebook. Unter der Schlagzeile Facebook’s New Terms Of Service: “We Can Do Anything We Want With Your Content. Forever.” sorgte das Netzwerk in kurzer Zeit für weltweiten Protest bei den Nutzern. Dies hatte zur Folge, dass Facebook-Gründer Mark Zuckerberg die eingeführten Änderungen schnell zurücknahm (Sein Original-Statement im Facebook-Blog).
Ähnliches ist dem deutschen Business-Netzwerk Xing bei der Einführung von Werbebannern in den Profilen der Benutzer passiert. Nach heftigen Protesten sind die Banner, innerhalb weniger Tage, wieder aus den Profilen der Premium-Mitglieder verschwunden. Nur so ließ sich die Glaubwürdigkeit des Netzwerkes erhalten.
Und auch bei Facebook dürfte der Aufschrei deutlich angekommen sein. Nach eigenem Angaben hat Facebook weltweit über 175 Millionen Mitglieder. Das entspräche der Einwohnerzahl des sechstgrößten Staates der Welt. In diesen Dimensionen bedeutet selbst ein kleiner Protest vermutlich schon ein mittleres Erdbeben in der Unternehmenszentrale.
Lehren aus diesen Vorgängen müssen die Betreiber der Social Networks ziehen. Entwicklungen am Kunden vorbei, sind kaum durchzusetzen. Große Transparenz innerhalb der Netzwerke, lässt kritische Meinungen schnell zusammenfinden. “Informationsvervielfacher”, wie Twitter tun ihr übriges dazu. Das bedeutet besonders hohe Anforderungen an die Weiterentwicklung des Netzwerkes und an die Kommunikation der Betreiber in Richtung ihrer Kunden. Beim Krisenmanagement muss weiter schnell reagiert werden und Mut bestehen, getroffene Entscheidungen zu korrigieren.