Ein paar Zahlen zu Facebook
Facebook hat die 400.000.000-Marke geknackt – 400 Millionen aktive User. Wahnsinn. Das zeigt das gigantische Potenzial dieses Netzwerks und zugleich gibt es einen Hinweis auf die zukünftige Bedeutung Sozialen Netzwerkens.
Weitere interessante Zahlen zu Facebook:
Mitglieder: 400.000.000
Davon loggen sich 50% jeden Tag einmal ein.
35.000.000 User verändern ihre Statusmeldung jeden Tag
Insgesamt werden täglich über 60.000.000 Statusmeldungen pro Tag veröffentlicht
Der durchschnittliche User hat 130 Friends/Freunde im Netzwerk
Er sendet ungefähr 8 Freundschaftsanfragen jeden Monat
Zudem verbringt er täglich beachtliche 55 Minuten bei Facebook
Facebook ist inzwischen in 70 Sprachen verfügbar
70% aller Facebook-Mitglieder sind außerhalb der USA
Mehr Informationen: Facebook-Statistiken
Soziale Netzwerke wachsen weiter rasant
Das beachtliche Wachstum der Sozialen Netzwerke geht weiter. Das Businessnetzwerk LinkedIn vermeldete gestern den Durchbruch der 50-Millionen-Marke und hat damit fast 6% Wachstum seit Anfang September (Quelle: Mashable). Aber auch die anderen Netzwerke wachsen kontinuierlich.
Facebook mit über 300 Millionen Usern
Bereits am 15. September verkündete Facebook-Gründer Mark Zuckerberg den 300 Millionsten User bei Facebook (Siehe Facebook-Blog). Beeindruckend fast 100 Millionen Nutzer davon kommen allein aus den USA, wie der bekannte Technologieblog Techcrunch am 13. Oktober berichtete (Zum Blog-Beitrag).
Twitter mit 240.000 deutschsprachigen Usern
Auch der Microblogging-Dienst Twitter wächst weiter, stagniert aber seit einiger Zeit bei den Unique-Visitors. Hier liegt der Wert knapp unter 25.000.000 (Siehe Compete-Chart). Im deutschsprachigen Raum sind es inzwischen rund 240.000 User, wie Thomas Pfeiffer von den Webevangelisten ermittelte (Siehe Blog-Beitrag). Damit liegt das monatliche(!) Wachstum ebenfalls bei ca. 7 %. Erstaunlich ist, dass Twitter sehr gemischte Gefühle hervorruft, anders als die Sozialen Netzwerke polarisiert Twitter sehr stark. Bislang in Deutschland noch ohne Folgen für das Wachstum.
Xing mit 900.000 neuen Usern im ersten Halbjahr 2009
Das deutsche Business-Netzwerk Xing verzeichnete im ersten Halbjahr 2009 einen Zuwachs von 900.000 Mitgliedern. Die Zahl der Mitglieder steigt damit bei über 8 Millionen. Das sind allerdings erst die Halbjahreszahlen (Quelle). Die Zahlen für das 3te Quartal sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht.
Schleichwerbung im Web2.0
Im Fernsehen kennen wir das Thema Schleichwerbung seit vielen Jahren. Nun soll es auch im Web2.0 stattfinden, behauptet zumindest aktuelle Berichterstattung (z. B. ZDF und Wirtschaftswoche). Danach muss man zu dem Schluss kommen, im Web2.0 würde ohne Sinn und Verstand mit der Absicht arglistiger Täuschung durch Schleichwerbung Schaden angerichtet. Ursache der kritischen Betrachtung des Themas Schleichwerbung im Web2.0 ist ein neues Gesetz in den USA. Danach müssen Blogger bei einem Bericht über ein Produkt offenlegen, ich welcher materiellen Beziehung sie zu dem Produkt stehen. So soll vermeiden werden, dass vermeintlich neutrale Berichterstattung in Wirklichkeit gekaufte PR ist.
Schleichwerbung ist ein bekanntes Problem
In Deutschland kennen wir den Missbrauch durch Schleichwerbung ebenfalls. Meist aus dem Umfeld der öffentlich-rechtlichen Medien. Gerade bei diesen Medien wird ganz im Sinne des Presserates, auf neutrale und unabhängige Berichterstattung Wert gelegt. Aber ist das in der Bloglandschaft tatsächlich ein Problem? Die meisten Berichte in privaten Blogs kommen von der Grundanlage eher einem Kommentar als einem neutralen Bericht nahe. Daher wird der Leser so einen Beitrag vermutlich auch entsprechend bewerten – eine persönliche Empfehlung, kein vailder Test.
Ungeachtet dessen hat die Werbeindustrie natürlich längst erkannt, dass es durchaus positive Effekte haben kann, wenn bestimmte Blogger sich wohlgesonnen zu Produkten äußern. Hier werden sicher auch Anstrengungen unternommen, dass entsprechende Berichte wunschgemäß publiziert werden. Sei es durch Produktgaben oder andere Entlohnungen, die diesen Schritt unterstützen. Bleibt die Frage, ob diese Art der Werbung in Blogs wirklich langfristige Erfolge bringt?
Web2.0 lebt von großer Transparenz
Die Transparenz im Web2.0 widerspricht eigentlich dem langfristigen Missbrauch durch Schleichwerbung. Unternehmen, die Schleichwerbung initiieren haben das Prinzip des Social Web nicht verstanden, denn ein realistisches Meinungsbild kann man sich nicht kaufen. Nur, wenn Produkte wirklich Zufriedenheit bei den Kunden auslösen, wird sich langfristig auch eine Basis positiver Empfehlungen im Bereich der Sozialen Medien aufbauen lassen. Schlechte Produkte werden durch Schleichwerbung nicht zu besseren Produkten und so werden schlechte Produkte auch weiterhin für kritische Stimmen sorgen, die eben auch gefunden werden und eine falsche Lobhudelei schnell enttarnen.
Dazu merkt man schnell, wenn ein Blogger auf der Payroll eines bestimmten Unternehmens steht. Auch das wird innerhalb der Communities bei Auffälligkeiten sicher diskutiert und dadurch transparent. Hier findet also schon eine hervorragende Selbstregulierung statt, die die Möglichkeiten von Schleichwerbung stark reduziert.
Leser dürfen das Hirn nicht abschalten
Die Anwendung des Presserechts auch für Blogger (egal ob kommerziell oder privat publizierend) würde eigentlich reichen, dem Missbrauch einen Riegel vorzuschieben. Der Leser darf dann erwarten, neutral informiert zu werden. Und er darf genauso erwarten, das dank wirtschaftlichen Zwängen manche Meinung stärker im Vordergrund steht als andere. So wie immer – Medienkonsum erfordert Wachsamkeit und eigene Medienkompetenz.
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