Xing launcht Partner Ecosystem

Das Xing Partner Ecosystem startet ab heute Nachmittag mit 13 Partnerunternehmen aus sieben Ländern und drei eigenen Applikationen. In den nächsten Tagen werden neue Tools von Huddle.net, Doodle, Dopplr, Deutsche Welle, MindMeister, SlideShare, spreed, travelload, Tungle, sueddeutsche.de, Wallstreet:Online, Welt Online und Zcope Schritt für Schritt über die OpenSocial-Schnittstelle auf der Plattform eingeführt. Von aktuellen Nachrichten über die Organisation von Geschäftsreisen bis hin zum Projektmanagement und Dateiaustausch: Die neuen Apps werden unter https://www.xing.com/opensocial kostenfrei zur Installation bereit stehen und können von allen Xing-Mitgliedern zusätzlich zu den gewohnten Xing-Funktionen und Features genutzt werden.

„Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir Xing für unsere Business Community noch wertvoller machen. Deshalb werden die Wünsche und Anforderungen unserer Mitglieder bei der Weiterentwicklung des Xing Partner Ecosystem und der Auswahl der nächsten Apps stets im Mittelpunkt stehen,“ erklärt Dr. Stefan Groß-Selbeck, Vorstandsvorsitzender der Xing AG.

Neue Apps für vielseitigen beruflichen Mehrwert
Um den sehr unterschiedliche Anforderungen und beruflichen Interessen der XING-Mitglieder gerecht zu werden, bietet das neue XING Partner Ecosystem bereits zum Start viele verschiedene Anwendungen, die Xing im Berufsleben noch vielseitiger einsetzbar machen. Die ersten Applikationen richten sich besonders an Berufstätige, die mit Kollegen und Geschäftspartnern an verschiedenen Standorten zusammenarbeiten, die viel reisen und aktuell informiert sein möchten. Dazu kommen von Xing selbst entwickelte Anwendungen, wie die bereits im Mai eingeführten „Xing News“, „Xing-Mitglieder fragen“ und die im Juni gestartete Applikation „Twitter Buzz“. Das Xing Partner Ecosystem bietet so eine bei Business-Netzwerken einzigartige Mischung aus international nutzbaren Applikationen, die speziell auf bestimmte Branchen und Berufe zugeschnitten sind, oder eine lokale Ausrichtung haben. Dieses Spektrum wird XING kontinuierlich erweitern und dafür auch mit neuen Partnern zusammenarbeiten.

XING Partner Ecosystem: Neue Chancen auch für Drittentwickler
Jason Goldberg, Chief Product Officer der Xing AG, sieht die Öffnung der Plattform als Chance für Xing, die Mitglieder und Drittentwickler gleichermaßen: „Mit dem neuen Xing Partner Ecosystem und der Öffnung für externe Entwickler bieten sich sehr vielseitige Chancen, den User Value für unsere Mitglieder deutlich auszubauen. Dabei arbeiten wir mit internationalen Partnern ebenso gern wie mit regionalen zusammen. Denn auch auf Xing gilt, ‚most business is local‘. Von der Zusammenarbeit profitieren neben unseren Mitglieder natürlich auch unsere Partner, die ihre Anwendungen auf Xing einer Community von über 7,5 Millionen Mitgliedern anbieten können.“

Xing wählt die Partnerunternehmen aktiv aus, um sicherzustellen, dass sie die Anforderungen an technische und inhaltliche Qualität und Datenschutz erfüllen und möglichst vielen Mitgliedern einen Business-relevanten Mehrwert bieten. Jason Goldberg weiter: „Wir freuen uns sehr, dass sich bei uns bereits zahlreiche Drittentwickler für eine Zusammenarbeit gemeldet haben. Das jetzt eingehende Userfeedback wird uns sehr dabei helfen, die für unsere Mitglieder relevantesten Apps mit den besten Partnern zu entwickeln.“ Unternehmen, die Interesse einer Zusammenarbeit mit Xing haben, finden unter http://www.xing.com/net/opensocialpartner weitere Infos zum Xing Partner Ecosystem.

Quelle: Pressemitteilung der Xing AG

Interview mit Stefan Groß-Selbeck – Teil 2

Fortsetzung | Hier geht es zum ersten Teil des Interviews mit Stefan Groß Selbeck.

Die Social Media Angebote Twitter und Facebook sind bereits gut miteinander verknüpfbar, wird Xing diese Funktionalität auch anbieten und sich so auf der inhaltlichen Ebene mit seinen Mitbewerbern verweben?
Xing hat einen klaren Business-Fokus und aus dem Feedback unserer Mitglieder wissen wir, dass sie sich vor allem beruflich relevante Features wünschen. Newsfilter, die schnell und kompakt anzeigen, was in ihrer Branche passiert oder wie in den Medien über das eigene Unternehmen berichtet wird, haben deshalb für uns eine deutlich höhere Priorität als die Anbindung an Freizeitangebote.

Wenn unsere Mitglieder aber Anbindungen zu anderen Social Media Anwendungen wünschen, sind wir dafür offen. Ein gutes Beispiel ist unser Eventbereich: Wer eine Veranstaltung über Xing organisiert oder besucht, kann dies direkt von unserer Plattform aus auch twittern und damit auch über diesen Kanal andere darauf aufmerksam machen.

Neu bei Xing ist übrigens auch das Feature „Twitter Buzz“, das Geschäftsleuten einen schnellen Überblick über aktuelle Trends und Meinungen zu unterschiedlichsten Themen verschafft. Dank der neuen Applikation können Mitglieder jetzt direkt bei Xing auch den weltweit führenden Kurznachrichtendienst live nach Stichworten durchsuchen. So lässt sich etwa der eigene Firmenname, der eines Wettbewerbers, eine anstehende Messe oder ein  Produktname als Suchbegriff verwenden, um zeitnah über Trends und Meinungen  auf dem Laufenden zu bleiben.

Wie sehen zukünftige Differenzierungsmerkmale der verschiedenen Angebote aus? Was macht den Unterschied zwischen den großen Netzwerken Xing, Facebook und LinkedIn?
Wir unterscheiden uns nicht nur im Ansatz wesentlich von freizeitorientierten Netzwerken wie Facebook, sondern auch in der Art des Netzwerkens. Mitglieder auf Xing möchten Geschäftskontakte knüpfen, neue Geschäftsideen entwickeln und Kollegen und Bekannte wiederfinden. An ihrem Feedback sehen wir, dass sie eine Vermischung von privaten und beruflichen Inhalten nicht wollen.

Im Business-Networking-Markt ist Xing der europäische Marktführer. Was Xing vor allem auszeichnet, ist die aktive und lebendige Community. Business Networking macht dann Spaß und bringt echten Mehrwert, wenn Berufstätige in einer lebendigen Community sind und dort die für sie wertvollen Kontakte knüpfen können. Über 90 % der Premium-Mitglieder loggen sich regelmäßig auf XING ein. Das zeigt, wie aktiv sie sind und wie sehr Xing Teil ihres täglichen Berufslebens geworden ist.

Wir sehen, dass sich die Menschen über Xing nicht nur online vernetzen, sondern dass sie sich auch offline persönlich kennenlernen möchten. Unser Event-Angebot gehört zu unseren Kernkompetenzen. Allein im Jahr 2008 wurden insgesamt über 90.000 Live-Events mit insgesamt über einer halben Million Teilnehmer über Xing organisiert, vom Regionaltreffen in Izmir über den Business-Cocktail in Rom bis hin zum Unternehmer-Treffen in Valencia.

Xing-Mitglieder schätzen das Netzwerk zudem, weil sie um die Sicherheit und den Schutz ihrer persönlichen Daten wissen. Im Gegensatz zu amerikanischen Mitbewerbern richten wir uns nach den strengen deutschen und europäischen Datenschutzrichtlinien und bieten eine vollständige SSL-Verschlüsselung an, eine Verschlüsselungstechnik, die Banken für die Kontodaten ihrer Kunden beim Onlinebanking nutzen.

Glauben Sie, dass zukünftig jeder mehrere Profile haben und auch pflegen wird – damit ist doch ein hoher Aufwand für den Anwender, also ihren Kunden, verbunden.
Ich denke, wie viele soziale Netzwerke ein Mensch braucht, soll jeder selbst entscheiden. Unseren Mitgliedern wollen wir auf Xing alles bieten, um sich beruflich optimal zu vernetzen. Für Privates kann es Sinn machen, parallel andere Plattformen zu nutzen. Ich kenne viele Leute, die ein Problem damit haben, einen Arbeitskollegen in anderen sozialen Netzwerken als „Freund“zu bestätigen, weil er dann Zugriff auf private Inhalte, wie etwa die letzten Urlaubsbilder haben könnte.

Haben Sie selbst Profile in anderen Social Networks?
Ja, für private Dinge und natürlich auch um zu sehen, wie sich soziale Netzwerke weiterentwickeln. Twitter finde ich zum Beispiel aktuell sehr spannend.

Welche Bedeutung haben aus Ihrer Sicht Aggregatoren, wie zum Beispiel Friendfeed?
Aggregatoren werden im Internet populärer, besonders bei gut vernetzten Menschen mit hohem Informationsbedarf. Sie dienen auch dazu, Übersicht zu schaffen, in der Masse an Informationen, die das Internet bietet. Wir haben uns mit der Übernahme des New Yorker Web-Services socialmedian das Know-how für die Integration von sozial gefilterten Nachrichten gesichert. Unsere neue Applikation Xing News greift auf diese Technologie zurück: Damit können Xing-Mitglieder Nachrichten von ihrem Netzwerk filtern lassen. Das bedeutet, sie erhalten nur die Nachrichten, die für sie relevant sind.

Wie wichtig sind die Premium-Mitglieder für Xing? Lars Hinrichs sagte einmal „Das Businessmodell von Xing lautet 5,95“, ist das immer noch so?
Das Xing bereits zum Start im Jahr 2003 erfolgreich Premium-Mitgliedschaften eingeführt hat ist für uns nach wie vor ein Wettbewerbsvorteil.  Kein anderes soziales Netzwerk weltweit hat mehr zahlende Mitglieder als Xing und so sind wir in der komfortablen Lage, die Weiterentwicklung unserer Plattform aus eigener Kraft zu finanzieren.

Das Subskriptionsgeschäft ist und bleibt deshalb unser Kerngeschäft. Darüber hinaus haben wir mit den Bereichen Advertising und Jobs & BestOffers zwei zusätzliche Erlösquellen etabliert, die bereits ca. 20 % unseres Umsatzes ausmachen.

Welche Geschäftsbereiche werden zukünftig wichtiger für das Unternehmen? Wie sieht die Zukunft von Xing aus?
Wir wollen den Mehrwert von Xing kontinuierlich steigern und damit die Aktivität unserer Mitglieder  noch stärker fördern. Darüber hinaus wollen wir natürlich auch, dass unsere Community wächst. Allein in unseren Heimatmärkten, Deutschland, Österreich und der Schweiz, sehen wir mehr als genügend Wachstumspotenzial, um unsere Mitgliederzahlen in den nächsten Jahren zu verdoppeln und auch im Ausland wollen wir weiter wachsen.

Gibt es neue Features, auf die sich die Xing-User besonders freuen dürfen?
Mittlerweile beschäftigen wir mehr als 80 Entwickler, die täglich an neuen Features arbeiten  und wir haben einige spannende Projekte in der Pipeline. Mit dem Start von OpenSocial haben wir die technischen Voraussetzungen geschaffen, um unseren Mitgliedern auch Business-relevante Features von Drittentwicklern anbieten zu können. Darüber, welche Features und Anwendungen wir genau launchen werden, möchten wir aber erst sprechen, wenn sie eingeführt werden.

Zu guter letzt noch eine eher spekulative Frage … Sie sagten kürzlich in einem Interview, Xing plane aktuell keine neuen Akquisitionen in Nordamerika. Darf man dies als so etwas wie ein Friedensabkommen mit LinkedIn verstehen, die in Europa nur sehr schwer Fuß fassen?
Wir nehmen jeden Wettbewerber ernst, orientieren uns bei der Weiterentwicklung von Xing jedoch eher an unserer eigenen erfolgreichen Wachstumsstrategie. Bei der Expansion unseres internationalen Geschäfts haben in den letzten Jahren einiges erreicht: Von unseren weltweit mehr als 7,5 Millionen Mitgliedern stammen rund 4,3 Millionen aus dem nicht-deutschsprachigen Raum. Deshalb haben wir in unseren Kernmärkten wie Spanien, Italien und der Türkei regionale Teams aufgebaut, die die lokalen Xing-Netzwerke betreuen. Denn auch auf Xing gilt: (most) business is local. Wir werden also weiter in unser internationales Geschäft investieren und unsere internationale Expansion vorantreiben. Dabei setzen wir vorrangig auf organisches Wachstum. Weitere Akquisitionen stehen aktuell nicht an, wären aber durchaus denkbar. Wir beobachten das Marktgeschehen und wären handlungsfähig, falls sich günstige Gelegenheiten ergäben.

Vielen Dank für Ihre Einblicke in das Unternehmen und in Ihre Arbeit, wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei und mit Xing!

Weitere Informationen über Stefan Groß-Selbeck und die Xing AG finden Sie hier:
Stefan Groß-Selbeck
Xing AG


Open Social hat höchste Priorität bei Xing

Gestern starteten die ersten Applikationen auf der Open Social Schnittstelle von Xing. Mit „Xing News“ und „Xing-Mitglieder fragen“ gingen die ersten beiden Applikationen in die öffentliche Beta-Test-Phase (Xing Blog-Beitrag zu den beiden neuen Applikationen). Ende Mai soll die ersten externen Funktionen offiziell eingeführt werden.

Der Standard Open Social wurde von Xing mitbegründet. Das von Xing übernommene Unternehmen Socialmedian zeichnet für die beiden jetzt gestarteten Applikationen verantwortlich. Weitere Apps sollen von externen Unternehmen eingebunden werden, so, wie man das schon von Facebook kennt.

Auslandsexpansion in Bezug auf Übernehmensübernahmen gestoppt

Laut dem Mediendienst Kress geht das einher mit einem Stopp der Auslandsexpansion von Xing (Zum Artikel). Xing investiert damit in das Produkt, statt in das weitere globale Wachstum. Das bedeutet einerseits ein klares Bekenntnis zum Standort Europa und zugleich einen Wechsel der Unternehmensstrategie, denn bislang war alles auf maximales Wachstum getrimmt. 

Wechsel der Strategie macht Sinn

Betrachtet man die großen Social Networks, kommt man schnell zu dem Schluss, dass dieser Strategiewechsel sinnvoll sein kann. Das amerikanische Netzwerk LinkedIn, das vom Fokus her ebenfalls auf Businesskontakte zielt, hat große Probleme in Europa. Xing dagegen schafft keine nachhaltige Marktdurchdringung in den USA. Die kulturellen Unterschiede scheinen zu groß. Hier mit weiteren Akquisitionen zu punkten ist schwer. Facebook dagegen gewinnt mit seiner offenen Struktur auch in Europa mehr und mehr Kunden und ist seit langer Zeit das größte Netzwerk der Welt.

Spannend ist die Frage, ob der Strategiewechsel von Xing einen Schritt in Richtung einer Fusion mit LinkedIn bedeuten kann. Was meinen Sie?

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