Wechsel im Aufsichtsrat der Xing AG – Hinrichs nicht mehr dabei
Fritz Oidtmann ist in das Kontrollgremium des börsennotierten Hamburger Unternehmens Xing AG bestellt worden und wird damit Nachfolger von Lars Hinrichs. Fritz Oidtmann (49) ist Geschäftsführer der Burda Digital Commerce GmbH und der CHIP Holding GmbH. Zudem ist er Sprecher der Geschäftsführung der Cyberport GmbH und der computeruniverse.net GmbH. Er war Gründungsgesellschafter und Mitglied des Vorstandes von OnVista und zuvor 12 Jahre bei der internationalen Unternehmensberatung McKinsey & Company, zuletzt als Partner im Kölner Büro, tätig. Dort hat er den Handelssektor Deutschland geleitet. Unter anderem war Fritz Oidtmann auch an den Standorten Düsseldorf, Sao Paulo und Paris für die Unternehmensberatung aktiv. Fritz Oidtmann hat Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Bonn und Berkeley, USA, studiert.
„Mit Fritz Oidtmann haben wir einen im Internet und Finanzwesen erfahrenen Manager für unseren Aufsichtsrat gewinnen können und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, erklärt Dr. Neil Sunderland, Aufsichtsratsvorsitzender der Xing AG. Darüber hinaus danken Vorstand und Aufsichtsrat dem aus dem Kontrollgremium ausscheidenden Gründer. „Lars Hinrichs hat Xing innerhalb kürzester Zeit von einem der europaweit erfolgreichsten Internet-Start-Ups zu einem seit Jahren auch an der Börse etablierten Wachstumsunternehmen entwickelt. Aus seiner Idee, berufliche Netzwerke im Internet aufzubauen, ist heute das europaweit aktivste Business Netzwerk mit einem zugleich überaus erfolgreichen Geschäftsmodell entstanden. Wir danken ihm auch für sein Engagement im Aufsichtsrat und wünschen viel Erfolg bei seinen neuen unternehmerischen Zielen“, erklärt Dr. Neil Sunderland.
Burda kauft Hinrichs Anteile und wird größter Xing-Aktionär
Hamburg, 18. November 2009 – Die Burda Digital GmbH, eine 100 Prozent Tochter der Hubert Burda Media, hat dem Vorstand der XING AG mitgeteilt, dass sie insgesamt 1.323.041 Aktien der Cinco Capital GmbH erworben hat (Eigner ist von Cinco ist Xing Gründer Lars Hinrichs). Mit 25,1 Prozent Anteilsbesitz ist das Tochterunternehmen der Hubert Burda Media somit größter Aktionär der börsennotierten XING AG.
„Wir begrüßen Hubert Burda Media als neuen Hauptaktionär für XING. Burda ist ein erfahrener Investor mit langjähriger Internetexpertise und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, erklärt Dr. Stefan Groß-Selbeck, Vorstandsvorsitzender der Hamburger XING AG. „Genau wie Burda Digital sehen wir viel versprechendes Marktpotenzial, um weiter erfolgreich und profitabel zu wachsen“.
Hubert Burda Media ist ein führender europäischer Medienkonzern, der bereits seit über einem Jahrzehnt kontinuierlich in digitales Business investiert. Der Anteil des Digitalbereichs am Gesamtumsatz wird 2009 rund 25 Prozent betragen. Verleger Dr. Hubert Burda: „Die Beteiligung ist ein wichtiger Schritt im Zuge des Ausbaus der digitalen Aktivitäten des Unternehmens”. Die digitalen Beteiligungen umfassen 41 Wachstumsunternehmen des Online-Bereichs. Besonders erfolgreich sind die Aktivitäten der ConsumerTech-Group mit CHIP, COMPUTERUNIVERSE.NET, CYBERPORT sowie der TOMORROW FOCUS-Gruppe mit HOLIDAYCHECK und ELITEMEDIANET. Daneben entwickeln sich die Beteiligungen GLAM MEDIA, GAMEDUELL und ZOOPLUS 2009 positiv. Dr. Paul-Bernhard Kallen, Vorstand Technologie, Finanzen, International: „Wir haben hohen Respekt vor der unternehmerischen Aufbauleistung der XING AG und freuen uns auf den gemeinsamen Ausbau der Online-Plattform”.
(Quelle: Pressemitteilung der Xing AG)
Unterschiedliche Nutzung Sozialer Netzwerke
Seit langem steht die Frage im Raum, welches wohl zukünftig das große, globale und omnigenutzte Netzwerk sein wird. Diese Frage ist auch heute noch nicht klar zu beantworten, aber es sind Tendenzen zu erkennen. Es scheint nicht auf die Dominanz eines Anbieters hinauszulaufen.
Facebook, LinkedIn und Xing werden parallel, aber unterschiedlich genutzt
Im Moment ist der Trend zu beobachten, dass die Netzwerke eher unterschiedlich genutzt werden. Man plaudert mit seinen privaten Freunden eher bei Facebook und trifft sich mit seinen geschäftlichen Freunden und Kunden eher bei LinkedIn und Xing. Überschneidungen sind dabei natürlich vorhanden. Und auch die Ausprägung dieser Differenzierungen sind noch sehr unterschiedlich.
Das Universalnetzwerk gibt es nicht
Grundsätzlich haben alle Netzwerke den Wunsch, alle Kontakte einer Person innerhalb des Netzwerkes zu vereinen. Egal ob privat, beruflich, flüchtige Bekanntschaften oder Beste Freunde. So richtig funktionieren tut das aber bei keinem der Netzwerke, da man ja nicht allen Kontaktgruppen identische Informationen über sich zukommen lassen möchte. Also entsteht bei vielen Nutzern irgendwann der Wunsch, unterschiedliche Kontaktgruppen auch differenziert mit Informationen zu versorgen. Das funktioniert am einfachsten, in dem man Kontakte in den verschiedenen Netzwerken clustert und so in jedem Netzwerk eine etwas andere Identität abbildet. Ich selbst habe das am vergangenen Wochenende begonnen und meinen Facebook-Account stärker auf mein privates Umfeld fokussiert. Dabei habe ich einige eher geschäftlich orientierte Kontakte gelöst, die eben nicht in diese inhaltliche Klammer “Privat” passen. Das wiederum gab sehr unterschiedliche Reaktionen. Von absolutem Unverständnis, über gekränkte Eitelkeit, bis hin zu “Kein Problem” war alles dabei.
Im Vorfeld Gedanken über die Nutzung eines Netzwerkes machen
Um solche Reaktions-Szenarien, die durchaus geeignet sind eine langwährende Web2.0-Fehde zu begründen von vorn herein zu vermeiden, sollte man die spätere Nutzung der Netzwerke planen. Wie möchte ich das Netzwerk nutzen und welche Kontakte sind dafür sinnvoll? Ist es eine gute Idee wirklich jede Kontaktanfrage zu bestätigen? Oder sollte ich sehr sorgsam mit meinen Kontakten umgehen? All diese Fragen sollte man beantworten können, wenn man ein Netzwerk lange und unter Klarnamen nutzen möchte.
Was bedeutet es für mich, wenn ein Kontakt gelöst wird?
Es wird immer wieder vorkommen, das Kontakte zu Ihnen anonym oder mit Mitteilung gelöst werden. Deshalb sollten Sie nicht in Panik verfallen. In den seltensten Fällen verbirgt sich dahinter eine bösartige Absicht. Meistens organisiert der Nutzer seine Netzwerke in so einem Fall neu. Dabei werden häufig alle bestehenden Kontakte neu bewertet und auf Nutzen hinterfragt. Je besser die Bindung zu Ihrem Kontakt, desto unwahrscheinlicher sind Sie betroffen. Und das ist auch eine gute Schlussformel für diesen Artikel: Achten Sie auf Ihre Kontakte.
