Von Marken und Twitter
Roland Panter | Sonntag, März 1st, 2009 | No Comments »Ein interessanter Artikel von Absatzwirtschaft Online beschäftigt sich mit der Frage “Müssen Marken twittern?” (Zum Artikel). Potenziale und Gefahren des Marketings über Twitter sind dort treffend beschrieben. Twitter bedeutet Öffentlichkeit, dessen muss man sich trotz vertraute, chatähnlichen Dialog zwischen den Usern klar sein. Ein unvorsichtiges Statement bei Twitter führt unter Umständen zu einem PR-Fiasko. Das gilt es unbedingt zu vermeiden.
Große Potenziale durch Twitter
Unternehmen sollten Twitter trotz solcher Gefahren für ihre Marketingstrategie im Blick haben. Die Potenziale sind riesig, wenn man das Medium richtig nutzt. Dazu gilt es wachsam zu sein und im ersten Schritt erst einmal zu beobachten, wie Twitter wirksam genutzt werden kann. Chancen bieten sich insbesondere durch Abstrahleffekte auf das Unternehmens- oder Marken-Image, die Arbeitgebermarke sowie die Informationsvermittlung bezüglich Produkten und Leistungen.
Die Politmarken sind schon dabei
Die großen Volksparteien sind schon eine ganze Weile bei Twitter aktiv. Der Hessenwahlkampf wurde zum Beispiel aktiv bei Twitter begleitet. Aber auch hier nicht ohne Pannen. Durch einen kleinen Fehler wurde sichtbar, das der Spitzenkandidat der SPD einen Ghostwriter für sein Twitterprofil einsetzte. Das ist nicht grundsätzlich ungewöhnlich oder unerwartet, schadete aber unmittelbar der Glaubwürdigkeit – lebt doch gerade das Medium Twitter von persönlichen Kontakten.
Medienkompetenz ist zwingend notwendig
Marken sollten nicht den Fehler machen, unstrukturiert und auf gut Glück im sehr kritischen Umfeld von Micro-Blogs, Blogs und Social Networks mit werblich orientierter Kommunikation zu starten. Sogar viele Kommunikations-Profis aus Werbe- und Marketingagenturen sind noch unerfahren in Sachen Twitter und lassen sich durch Social Media Experten beraten. Sicherer ist es also, im Vorfeld mit Social Media Profis zu sprechen und so klassische Anfängerfehler zu vermeiden. Dann klappt es auch mit der Twitter-Strategie.